26.09.2016, 14:25 Uhr

Bgld. Feuerwehren im Übungseinsatz in Ungarn

Auf Einladung der ungarischen Feuerwehr Alsószölnök (Unterzemming) nahmen die burgenländischen Feuerwehren aus Mogersdorf-Ort und Wallendorf (Bezirk Jennersdorf) am Samstag, den 24. September 2016 an einer Katastrophenhilfsdienstübung teil.

Neben der veranstalteten Feuerwehr Alsószölnök waren die freiwilligen Feuerwehren aus Felsőszölnök (Oberzemming), aus Szakonyfalu (Eckersdorf) und die slowenische Feuerwehr aus Gornji Slaveči beteiligt. Unterstützt wurden die freiwilligen Feuerwehren von der Berufsfeuerwehr Körmend, welche mit zwei Fahrzeugen und einem Motorboot im Einsatz standen. Neben den Feuerwehren war ein 3-köpfiges Sanitäterteam des Roten Kreuzes im Übungseinsatz.

Die Übungsszenarien wurden im grenznahen Gemeindegebiet von Alsószölnök abgearbeitet. Es waren dies:

• Bergung einer zweiköpfigen Kanubesatzung auf der Raab mittels Motorboot (BF Körmend)
• Verkehrsunfall zweier Pkw mit Bergung mehrerer verletzter Personen (Unterzemming, Mogersdorf-Ort, Wallendorf)
• Gebäudebrand in einer Pension mit Personenbergung (Unterzemming, Oberzemming, Gornji Slaveči, Wallendorf)
• Waldbrandübung (alle teilnehmenden Feuerwehren)

Die Übungsszenarien wurden von zwei regionalen Fernsehteams und von zahlreichen Fotoreportern begleitet. Vom Katastrophenhilfsdienst Vas war an der Spitze Oberstleutnant Làszlò Pajor als Übungsbeobachter anwesend. Als politischer Vertreter war der Bürgermeister von Unterzemmung Monek Zsolt und seitens des Bezirksfeuerwehrkommandos Jennersdorf ABI Jochen Illigasch und HBI Martin Hafner anwesend.

Es wurden bei den Übungsszenarien einerseits bereits über Jahre bestehende Kontakte zwischen den beiden burgenländischen und den ungarischen Feuerwehren gepflegt, andererseits aber vorwiegend die grenzüberschreitende Zusammenarbeit für den Ernstfall geübt.

Dies scheint besonders wichtig, da das ungarische Feuerwehrwesen gänzlich anders strukturiert ist als das österreichische. Die zuständigen Berufsfeuerwehren haben oftmals lange Anfahrtszeiten und die freiwilligen Feuerwehren vor Ort (als Vereine geführt) haben meist nicht die notwendige Ausrüstung.
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