Tag der Inklusion
Kärnten schafft 181 zusätzliche Beschäftigungsplätze

Das Kärntner Vorzeigemodell: Der Bistro-Flitzer wurde als erstes inklusives Kleinunternehmen 2019 gegründet.
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  • Foto: Polzer
  • hochgeladen von Verena Polzer

Um Menschen mit Behinderung ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, werden bis 2022 zusätzliche Arbeitsplätze flächendeckend in ganz Kärnten entstehen.  Sozialreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner fordert überdies ein bundesweit geregeltes Modell „Lohn statt Taschengeld".

KÄRNTEN. Das Land forciert eine weitere Beschäftigungsoffensive für Menschen mit Behinderung: Demnach sollen bis 2022 181 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Wie Sozialreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner mitteilt, werden diese Arbeitsplätze im Rahmen von 14 Projekten entstehen: „Beschäftigungswerkstätten, Tagesstätten oder Arbeitsplätze im Rahmen des Chancenforums.“

„Auf einem sehr herzeigbaren Weg"

Wie die Sozialreferentin betont, sei Kärnten in der Inklusion auf einem sehr herzeigbaren Weg. „Wir erhalten immer wieder Anfragen aus anderen Bundesländern, die sich über unsere best-practice-Beispiele vor Ort ein Bild machen möchten.“ Allerdings ist ihr auch bewusst: „Die mehr als erfreuliche Bilanz darf nicht über jene Herausforderungen hinwegtäuschen, die es noch zu bewältigen gilt.“ Mit 45 Prozent des Gesamtbudgets der Abteilung Soziales fließt der Löwenanteil in die Chancengleichheit beziehungsweise Behindertenhilfe. „Und das wird auch in Zukunft so bleiben“, versichert die Sozialreferentin. Parallel zu den Beschäftigungsplätzen wird auch der Ausbau von Wohnplätzen massiv forciert: Bis 2023 werden wir 265 neue Wohnplätze realisieren.

Bundesweit geregeltes Modell gefordert

Was Prettner besonders am Herzen liegt, ist ihre langjährige Forderung nach einem bundesweit geregelten Modell „Lohn statt Taschengeld“: „Ich appelliere an den neuen Sozialminister, hier engagiert voranzugehen“, sagt Prettner. In diesem Zusammenhang verweist sie auf das Kärntner Vorzeigemodell „Bistro-Flitzer“: „Mit der Gründung des ersten inklusiven Kleinunternehmens haben wir 2019 einen Quantensprung für Menschen mit Behinderung geschafft habe. Hier erhalten beeinträchtigte Menschen Lohn statt Taschengeld und sind damit sozialversichert.“ Mit dem - gemeinsam mit autArK - umgesetzten Bistro-Service habe man „nicht zuletzt mutig Grenzen ausgelotet“, sagt Prettner. Und das letztendlich mit höchst erfolgreichem Ausgang. „Der Bistro-Flitzer, der die Landesbediensteten im Verwaltungsgebäude am Vormittag mit gesunder Jause versorgt, geht trotz coronabedingter Pause erfolgreich ins dritte Jahr.“

Mehr zum Bistro-Flitzer gibt es hier:

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