Natura 2000: Keine großflächige Ausweitung

Laut Umweltlandesrat Rolf Holub 
 sollen Naturschutzangelegenheiten im Konsens erledigt werden
  • Laut Umweltlandesrat Rolf Holub
    sollen Naturschutzangelegenheiten im Konsens erledigt werden
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  • hochgeladen von Sebastian Glabutschnig

"Wirtschaften muss in allen Bereichen möglich sein. Davon leben wir, das sind Arbeitsplätze, Lehrstellen und Einkommen. Diese massive Ausweitung, wie sie in einem Arbeitsdokument der Europäischen Kommission vom Februar dieses Jahres vorgesehen ist, ist der Tod für unseren Wirtschaftsstandort", so Landesrat Christian Benger nach der Regierungssitzung mit den Sozialpartnern.

"Naturschutz ja, aber mit Maß und Ziel"

In einer gemeinsamen Resolution wehren sich daher auch die Sozialpartner gegen die großflächige Unterschutzstellung des Landes. Ihre Resolution wurde heute der Landesregierung übergeben. "Gehen wir nach diesem EU-Papier vor, sind sämtliche Seen in Kärnten in Zukunft als Natura 2000-Gebiete auszuweisen. Das geht nicht. Naturschutz ja, aber mit Maß und Ziel. Diese Ausweitung von potenziellen Schutzgütern und Schutzgebieten vernichtet Unternehmen und Arbeitsplätze", so Benger.

Brief an die EU-Kommission

Mit den Sozialpartnern habe man sich in der Regierungssitzung darauf geeinigt, einen gemeinsamen Brief zu verfassen und sich an die EU-Kommission zu wenden. "Wir müssen klarstellen, dass Kärnten ein Wirtschaftsstandort ist, dass wir unseren Verpflichtungen, Natura 2000-Gebiete auszuweisen nachkommen, aber mit Maß und Ziel und ohne unsere Wirtschaft, die Arbeitsplätze und Einkommen zu gefährden", so Benger.

"Ruhig zu bleiben"

Für Umweltlandesrat Rolf Holub handelt es sich bei dem Arbeitsdokument um kein offizielles Schreiben der Europäischen Kommission handle. Es sei bereits Thema bei der letzten NaturschutzreferentInnen-Konferenz gewesen. Dort wurde vereinbart, einen Termin bei EU-Kommissar Karmenu Vella in Brüssel zur Klärung zu akkordieren: "Es gilt in dieser Sache ruhig zu bleiben und sich nicht zu fürchten. In Kärnten werden Naturschutzangelegenheiten im Konsens erledigt, dies zeigt auch die kürzlich erfolgte Ausarbeitung der Naturschutzgesetznovelle", so Holub.

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