Sport, Wirtschaft und Gemeinden
Land Kärnten beschließt zahlreiche Förderungen
- Millionen fließen in Kärntens Zukunft (Symbolfoto)
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Die Kärntner Landesregierung hat ein umfangreiches Förderpaket beschlossen. Millionen fließen unter anderem in den Skisport, Wirtschaftsprojekte, die sexuelle Gesundheit sowie in Energieeffizienzmaßnahmen der Gemeinden.
KÄRNTEN. Auf Antrag von Sportreferent Landeshauptmann Daniel Fellner bringt das Land Kärnten eine kräftige Finanzspritze für den Landesskiverband (LSVK) auf den Weg. 385.000 Euro fließen als Basisförderung für das Jahr 2026 in den Verband. Bei optimalem Budgetverlauf und entsprechenden Nachweisen könnten zusätzlich 38.500 Euro ausbezahlt werden. Damit ist im kommenden Jahr eine Gesamtsumme von bis zu 423.500 Euro für Kärntens Skisport gesichert.
Mehrere Förderprojekte genehmigt
Um Investitionen anzukurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Kärnten weiter zu stärken, hat die Kärntner Landesregierung in der heutigen Regierungssitzung zudem mehrere Förderprojekte genehmigt. Insgesamt geht es um rund fünf Millionen Euro an Wirtschaftsförderungen, die über den KWF abgewickelt werden. Unterstützt werden dabei mehrere Investitions-, Innovations- und Gründungsprojekte, die zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen beitragen.
"Das ermöglicht gezielte Impulse für Investitionen, Innovation und Beschäftigung in Kärnten. Wir schaffen damit die Voraussetzungen, damit Unternehmen wachsen, neue Technologien entwickeln und langfristig Wertschöpfung im Land sichern können", betont Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig.
Große Pläne
Eines der größten Vorhaben ist der Bau eines neuen Unternehmensstandorts der Halvax Paneelsysteme GmbH in St. Donat. Aufgrund des kontinuierlichen Wachstums stoßen die derzeitigen Betriebsflächen zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Mit dem Neubau sollen die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden, um die Produktionskapazitäten weiter auszubauen und die Fertigung zu automatisieren. Ein weiteres Projekt kommt von der SynCycle Operations GmbH. Aufbauend auf einem bereits durch KWF- und EU-Mittel unterstützten Vorprojekt wurden eine notwendige technische Infrastruktur und Pilotanlagen geschaffen. Nun erfolgt der nächste Entwicklungsschritt hin zur industriellen Umsetzung. Das Projekt umfasst eine umfassende Prozess- und Designinnovation im Bereich der Kunststoffpyrolyse.
Sichere Zukunft
In beiden Fällen nehmen die Unternehmen selbst beträchtliche Mittel in die Hand, um die Vorhaben zu realisieren. "Dass Betriebe in Kärnten bereit sind, solche Investitionen zu stemmen, stärkt Kärnten als Standort für Zukunftstechnologien. Regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze werden abgesichert", betont Schuschnig.
Thema Unternehmensgründungen
Ebenfalls beschlossen wurden zwei Projekte, um das Thema Unternehmensgründung zu begleiten - an der Alpen-Adria-Universität sowie an der FH-Kärnten. Der Fokus liegt hier auf innovativen, technologieorientierten und wissensbasierten Unternehmensgründungen. Potenzielle Einreichende werden bei der Ausarbeitung ihrer innovativen Ideen unterstützt, um eine qualitativ hochwertige Auswahl an Gründerprojekten zu ermöglichen und diese zur Umsetzung zu bringen.
Sexuelle Gesundheit im Fokus
Auch wurde in der heutigen Sitzung die Finanzierung des Checkpoint sexuelle Gesundheit für die Jahre 2027 bis 2029 beschlossen. Mit der neuen Dreijahresvereinbarung stellt das Land Kärnten jährlich rund 274.500 Euro für Beratungs-, Präventions- und Testangebote zur Verfügung. Damit werden die laufende Arbeit der Einrichtung abgesichert, Planungssicherheit für das Team geschaffen und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots ermöglicht. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Weiterentwicklung des Checkpoint zu einem medizinischen Behandlungszentrum für sexuell übertragbare Erkrankungen. Seit 1. Juli 2026 greifen Beratung, Testung, Diagnostik und Therapie noch enger ineinander und sorgen für eine umfassende Versorgung aus einer Hand.
Energieförderungen für Gemeinden
Dann wurde zude die Aufstockung des Kommunalen Energieeffizienzbonus beschlossen. Die im vergangenen Jahr von Landesrat Sebastian Schuschnig ins Leben gerufene Förderung unterstützt Kärntner Gemeinden bei der Umsetzung energieeffizienter Projekte und Investitionen.
"Wir haben im Juni 300.000 Euro für den Kommunalen Energieeffizienzbonus bereitgestellt. Die Förderung wurde hervorragend angenommen. Bereits wenige Tage nach Öffnung des Calls waren die Mittel vollständig ausgeschöpft", zieht Landesrat Schuschnig Bilanz.
Das große Interesse am Förderprogramm zeige, dass die Unterstützung wirke und der Bedarf in den Kommunen entsprechend hoch sei. Der Andrang unterstreiche aber auch die hohe Investitionsbereitschaft der Gemeinden im Bereich der Energieeffizienz. "Darin wollen wir die Gemeinden bestärken. Deshalb stocken wir die Förderung um weitere 100.000 Euro auf", so Schuschnig.
49 Projekte aus 34 Gemeinden
Bereits vier Tage nach Öffnung des Calls wurden insgesamt 49 Projekte aus 34 Gemeinden eingereicht und die verfügbaren Fördermittel vollständig reserviert. Zahlreiche weitere Vorhaben befinden sich derzeit auf der Warteliste. Der Schwerpunkt der eingereichten Projekte liegt auf Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Senkung des Energieverbrauchs. Das Spektrum reicht von Beleuchtungsprojekten, etwa der Umrüstung von Straßen-, Innen- und Objektbeleuchtung auf LED-Technologie, bis hin zu Effizienzmaßnahmen bei Heizungsanlagen. Gefördert werden außerdem die Anschaffung hocheffizienter Elektrogeräte sowie der Ausbau bzw. die Modernisierung der gemeindeeigenen Ladeinfrastruktur für kommunale E-Fahrzeuge und E-Bikes. Die Förderung erfolgt in Form eines einmaligen Zuschusses von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 7.500 Euro pro Gemeinde und Kalenderjahr.
Wichtige Investitionen
Mit der nun beschlossenen Aufstockung können auch jene Gemeinden unterstützt werden, die im Juni nur mit einem Platz auf der Warteliste vertröstet werden konnten. "Unsere Gemeinden sind bereit, die Energie- und Mobilitätswende aktiv mitzugestalten. Der Kommunale Energieeffizienzbonus ermöglicht es, auch in Zeiten knapper Budgets wichtige Investitionen umzusetzen. Damit bringen wir spürbaren Schwung in die Energiewende und entlasten gleichzeitig die Gemeindebudgets", betont Schuschnig abschließend.
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