Großbrand in Pettenbach
Schweinemastbetrieb in Flammen, Dach eingestürzt
- Das Stallgebäude des Schweinemastbetriebs steht in Fallen.
- Foto: Team Fotokerschi/Werner Kerschbaummayr
- hochgeladen von Bernadette Wiesbauer
Nachdem heute, 11. Juli 2026, im Gemeindegebiet von Pettenbach ein Brand bei einem landwirtschaftlichen Betrieb gemeldet worden war, wurde die höchste Alarmstufe für die Feuerwehren ausgelöst. Bei diesem, einem der größten Feuerwehreinsätze der vergangenen Zeit im Bezirk Kirchdorf, waren rund 200 Einsatzkräfte mit etwa 30 Fahrzeugen von 20 Feuerwehren aus den Bezirken Kirchdorf, Wels-Land und Gmunden im Einsatz.
PETTENBACH. Bereits auf der Anfahrt der ersten Einsatzkräfte war eine dichte, weithin sichtbare Rauchsäule über dem betroffenen Gebiet zu erkennen. Insgesamt rückten 20 Feuerwehren zur Brandbekämpfung aus, um das Feuer im Schweinemastbetrieb unter Kontrolle zu bringen. Zahlreiche Atemschutztrupps nahmen umgehend die Brandbekämpfung auf und kämpften unter schwierigsten Bedingungen gegen die Flammen. Im Verlauf des Einsatzes stürzte das Dach des betroffenen Stallgebäudes ein. Mehrere Hundert Schweine konnten nicht mehr gerettet werden. Trotz der enormen Hitzeentwicklung gelang es den Feuerwehren, ein Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude des landwirtschaftlichen Betriebes zu verhindern.
Herausfordernde Wasserversorgung
Die Wasserversorgung stellte die Einsatzkräfte vor eine besondere Herausforderung. Über drei Zubringerleitungen, gespeist aus mehreren Hochbehältern sowie einem Hydranten, wurde die Löschwasserversorgung sichergestellt. Zusätzlich unterstützten zwei Unternehmen mit insgesamt drei Saugwagen die Einsatzkräfte. Dadurch standen an der Einsatzstelle rund 60.000 Liter zusätzliches Löschwasser zur Verfügung, was für die umfangreichen Löscharbeiten von entscheidender Bedeutung war. Zur Unterstützung der Einsatzleitung wurde außerdem das Drohnenteam des Bezirks Kirchdorf eingesetzt. Mit Luftaufnahmen konnten die Lage laufend beurteilt, Glutnester lokalisiert und die weiteren Löschmaßnahmen gezielt koordiniert werden.
Kriseninterventionsteam und Polizei vor Ort
Für den Besitzer des landwirtschaftlichen Betriebes wurde das Kriseninterventionsteam angefordert, das ihn vor Ort betreute. Auch für die Einsatzkräfte verlief der Großeinsatz nicht völlig ohne Folgen. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt und musste medizinisch versorgt werden. Über die Schwere der Verletzung liegen derzeit keine näheren Informationen vor. Die Löscharbeiten dauern zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin an. Brandermittler der Polizei nahmen bereits vor Ort ihre Arbeit auf, um die Ursache des Feuers zu klären. Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Feuerwehren werden voraussichtlich noch mehrere Stunden mit Nachlöscharbeiten und der Kontrolle des Brandobjektes beschäftigt sein. Aktuell sind die Feuerwehren Lederau, Vorchdorf, Eggenstein, Gundendorf, Kirchdorf an der Krems, Magdalenaberg, Micheldorf, Pettenbach, Pratsdorf-Hammersdorf, Steinfelden, Großendorf, Kremsmünster, Ried im Traunkreis, Strienzing, Voitsdorf, Wartberg an der Krems, Zenndorf, Eberstalzell, Spieldorf und Sattledt im Einsatz.
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