31.10.2017, 10:45 Uhr

Sozialverein "Helfende Hände Nußbach“ besteht seit 30 Jahren

1986/87 wurden in der Gemeinde Nußbach Kurse zum Thema „Krankenhilfe zu Hause“ abgehalten. Zehn Teilnehmerinnen gründeten die Sozialdienstgruppe des Roten Kreuzes. Vor sechs Jahren wurde daraus der eigenständige Verein „Helfende Hände – Nußbach“.

NUßBACH. Die Angebote des Vereins für die Gemeindebürger in Nußbach sind vielfältig und reichen vom Verleih von Pflegebehelfen über Beratungsgespräche bin hin zur Oster- und Weihnachtsaktionen für die „Gemeinschaft von Menschen mit Beeinträchtigungen“.

Der Großteil der Mitarbeiter ist seit der Gründung im Sozialverein tätig. Das 30-jährige Jubiläum wurde im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“ gefeiert. Bürgermeister Gerhard Gebeshuber und Obfrau Franziska Maurhart bedankten sich bei allen Mitarbeitern des Sozialvereines für den langjährigen Einsatz. Johanna Henzinger und Josefine Hofbauer beenden ihre Tätigkeit im Verein und wurden daher besonders geehrt.

"Leben mit Demenz": Doris Reitmayr referierte

Doris Reitmayr referierte am 24. Oktober 2017 zum Thema „Leben mit Demenz“ im Sitzungssaal der Gemeinde Nußbach. Reitmayr leitet das Tageszentrum für Menschen mit Demenz - „Lichtblick“ in Steyr. Seit über 20 Jahren ist Doris Reitmayr Expertin für das Thema Demenz und begleitet Betroffene und deren Angehörige.
Es gelang ihr im Vortrag eindrucksvoll aufzuzeigen, dass es sich bei der Demenz um ein Krankheitsbild handelt, das sowohl Angehörige als auch Fachkräfte in der Pflege und Betreuung immer wieder an ihre Grenzen stoßen lässt.
Ein wesentlicher Faktor bei der Betreuung dementer Menschen ist, dass es Angehörigen gelingt, die Veränderungen in der Persönlichkeit als Symptome der Erkrankung zu sehen. Beim Auftreten von herausfordernden Verhaltensweisen wie etwa ruhelosem Herumwandern, ängstlichem oder aggressivem Verhalten ist es wichtig zu erforschen, ob es in der Umgebung oder in der Lebensgeschichte einen Grund dafür gibt.
Doris Reitmayr ermutigte die Angehörigen, sich Hilfe zu holen und unbedingt gut auf sich selbst zu achten. Nur dann, so die Referentin, haben sie die Kraft für die oft jahrelange Betreuung der betroffenen Menschen.

Der Arbeitskreis der Gesunden Gemeinde und die Mitarbeiter des Sozialvereins Nußbach bedanken sich bei Frau Reitmayr herzlich für den sehr interessanten Vortrag und die anschließende persönliche Beratung der interessierten Besucher.

Fotos: Sozialverein Helfende Hände Nußbach


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