"Pfiad di Plastik"
Grüne wollen Plastik-Plage ein Ende bereiten

Helmut Deutinger, Landessprecherin Barbara Schramm-Skoficz und Grüner Gemeinderat Georg Hechl.
  • Helmut Deutinger, Landessprecherin Barbara Schramm-Skoficz und Grüner Gemeinderat Georg Hechl.
  • Foto: Müller
  • hochgeladen von Johanna Schweinester

Mit Pfiat di Plastik im Bezirk unterwegs


BEZIRK KITZBÜHEL (jos). Plastik ist allgegenwärtig. Kaum ein Lebensmittel, das heute noch ohne die aus Rohöl hergestellte Verpackung ins Regal kommt. Selbst Gemüse mit natürlicher Schale wird immer öfter in Plastik eingeschweißt. Von den Trinkflaschen, den Plastik-Tüten und den Plastikprodukten wie Wattestäbchen ganz zu schweigen.

Kampagne ins Leben gerufen

Dabei wird oft vergessen, wie viele negative Auswirkungen Plastik hat und wie ressourcenverschwenderisch das Produkt ist. Plastik wird aus Rohöl hergestellt, das bei der Produktion jede Menge Co2 freisetzt.
Nach dem kurzen Gebrauch landet es überall: im Meer, auf riesigen Müllbergen oder in der Recyclinganlage, wo es erneut unter viel Energieaufwand wiederverwendet wird. Ja, sogar auf den Tellern landet es in Form von Mikroplastik. Die Folgen für das Klima und das Ökosystem sind fatal.
Deshalb haben die Tiroler Grünen eine Kampagne ins Leben gerufen und sind damit auch im Bezirk Kitzbühel unterwegs.

Mehrweg-Produkte gefordert

„Wir fordern 'pfiat di Plastik', weil sich Plastik zu einer echten Plage entwickelt hat. Wer einkaufen geht, soll nicht zum Plastik greifen müssen. Hier ist der Handel, die Industrie und vor allem die Politik gefordert neue Rahmenbedingungen zu schaffen. Aus Einweg-Wegwerfplastik muss Mehrweg werden. Denn landet Plastik nicht in unseren Meeren, sondern bleibt im Kreislauf der Wirtschaft“, erklärt der Grüne Bezirkssprecher Helmut Deutinger.

Grüne fordern Pfandsystem

Wie das gelingen soll? Aus Grüner Sicht müsse einerseits von Konsumenten der Druck auf den Handel möglichst hoch gehalten werden, andererseits müsse auf Bundesebene Mut aufgebracht werden, Reformen anzugehen. „Das Plastiksackverbot ist leider eine reine Alibiaktion. Das betrifft nur zwei Prozent des Mülls. Wenn die Bundesregierung wirklich Plastik den Kampf ansagen will, dann führt sie verpflichtende Mehrwegquoten und ein Pfandsystem ein, wie es in Deutschland gibt“, fordert die Grüne Landessprecherin Barbara Schramm-Skoficz.

Tipps zur Plastikreduktion

Unterwegs sind die Tiroler Grünen mit ihrer „Pfiat di Plastik“ Kampagne in ganz Tirol. „Die zunehmende Plastikplage ärgert die Menschen im Alltag besonders. Daher tauschen wir landesweit vor Geschäften Stoff- gegen Plastiksackerln, rufen zum Protest auf und machen mit Filmvorführungen und Besuchen von Tiroler Abfallanlagen auf das Problem aufmerksam. Außerdem haben wir in unseren social media Kanäle einfache Tips wie man Plastik vermeiden kann“, so die Grüne Landessprecherin.

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