19.10.2016, 10:12 Uhr

KOMMENTAR: Was heißt eigentlich familienfreundlich?

In St. Johann (und auch in anderen Kitzbüheler Gemeinden) wird fleißig gebaut. Ein neuer Wohnkomplex nach dem anderen schießt regelrecht aus dem Boden. Jede Grundsteinlegung/Fertigstellung wird gefeiert und Medienvertreter sind dabei immer gerne gesehen. Dann spricht jemand zu den Gästen und erklärt, dass das Projekt im Sinne der einheimischen Bevölkerung als „familienfreundliches“ Bauvorhaben eine super Sache ist. Zugegeben, die Anlagen bieten so einiges und sehen toll aus. Aber was heißt familienfreundlich in der Realität? Es heißt zuallererst, dass sich Familien diese tollen Wohnungen leisten können müssen. Es heißt, dass rund 4.000 Euro/m² (Durchschnittspreis der neuen Objekte) für ein durchschnittliches Familieneinkommen schlicht unleistbar sind. Für eine 3-Zimmer Wohnung (rund 75 m²) müsste diese Durchschnittsfamilie 300.000 Euro auf den Tisch legen. In Wahrheit werden diese Wohnungen zum Schluss von Dritten gekauft, die sie teuer weitervermieten. Das nennt man „spekulantenfreundlich“.
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