Slow Food Presidio
Ein Stück Almsommer: Gailtaler Almkäse feiert seinen großen Auftritt
- In jedem Laib Gailtaler Almkäse stehen saftige Almwiesen, Bergkräuter, die Milch der Kühe, das Wissen und die Arbeit der Sennerinnen und Senner.
- Foto: Peter Maier
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Wenn im Spätsommer auf den Gailtaler Almen die Tage wieder kürzer werden, liegt ein arbeitsreicher Almsommer hinter den Sennerinnen und Sennern. Was davon bleibt, kann geschmeckt werden: im Gailtaler Almkäse g.U. In jedem Laib stecken die Milch der auf den Almweiden gehaltenen Kühe, die Vielfalt der Bergwiesen und Kräuter, handwerkliches Können – und eine jahrhundertealte Tradition.
GAILTAL. Diese besondere Verbindung von Produkt, Landschaft und Wissen wird mittlerweile auch international gewürdigt: Der Gailtaler Almkäse g.U. ist Slow Food Presidio. Mit diesem Prädikat schützt und unterstützt Slow Food Lebensmittel, die eng mit ihrer Herkunft verbunden sind und nach traditionellen Methoden hergestellt werden. Für das Gailtal ist die Auszeichnung damit weit mehr als ein Qualitätssiegel für guten Käse. Sie rückt eine Form der Landwirtschaft ins Rampenlicht, die wesentlich zum Charakter der Region beiträgt.
- Foto: Peter Maier
- hochgeladen von Birgit Lenhardt
Erhalten und bewahren
Denn der Almkäse beginnt nicht erst im Käsekessel. Seine Grundlage sind bewirtschaftete Almen. Durch die Beweidung bleiben Bergwiesen und Weideflächen offen, wertvolle Lebensräume werden erhalten und die über Jahrhunderte entstandene Kulturlandschaft gepflegt. Was für Wanderer selbstverständlich zum Bild eines Almsommers gehört, ist das Ergebnis täglicher Arbeit: Tiere müssen betreut, Zäune erhalten, Weiden gepflegt und die Milch verarbeitet werden. Gleichzeitig wird auf den Almen Wissen weitergegeben, das sich nicht einfach aus einem Lehrbuch lernen lässt.
- Foto: Peter Maier
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Eigene Geschichte
Gerade darin liegt die Besonderheit des Gailtaler Almkäses. Obwohl seine Herstellung klaren Vorgaben folgt, trägt jeder Käse auch die Handschrift seiner Alm. Lage und Beschaffenheit der Weiden, Futter, Milch und handwerkliche Erfahrung sorgen für feine Unterschiede. Wer mehrere Gailtaler Almkäse nebeneinander verkostet, entdeckt deshalb eine erstaunliche geschmackliche Vielfalt.
- Foto: Fabio Tabacchi
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Gailtaler Käsefest
Die beste Gelegenheit dazu bietet sich am 26. und 27. September 2026 beim Gailtaler Käsefest in Kötschach-Mauthen. Dann dreht sich zwei Tage lang vieles um Käse, regionale Lebensmittel und die Menschen, die sie herstellen. Im Almkäsedorf präsentieren heimische Käseproduzenten ihre Erzeugnisse und treffen auf Käsemacher aus anderen Regionen. Kulinarische Spezialitäten, Musik und Brauchtum sorgen dafür, dass aus der Verkostung ein Fest für die ganze Region wird.
Vor allem aber bringt das Käsefest Produzenten und Genießer an einen Tisch. Man kann vergleichen, nachfragen, Geschichten erfahren – und schmecken, warum sich die Arbeit auf den Gailtaler Almen lohnt. So wird aus einem Stück Käse plötzlich ein Stück Landschaft, Kultur und gelebte Landwirtschaft.
- Foto: Stabentheiner
- hochgeladen von Birgit Lenhardt
Oder einfacher gesagt: Wer den Gailtaler Almsommer schmecken möchte, sollte sich den 26. und 27. September in Kötschach-Mauthen vormerken.
Mehr Infos unter:
www.slowfood.travel
www.gailtaler-almkaese.at
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