33 Jahre als Bezirksrichter tätig
Franz Boschitz erhielt das Goldene Ehrenzeichen
- Justizministerin Anna Sporrer verleiht Goldenes Ehrenzeichen an langjährigen Gerichtsvorsteher Franz Boschitz.
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Mit Ende April trat Hofrat Franz Boschitz in den Ruhestand, am heutigen Freitag folgte die offizielle Würdigung seiner Verdienste. Justizministerin Anna Sporrer überreichte dem ehemaligen Leiter der Bezirksgerichte Bleiburg und Bad Eisenkappel das Goldene Ehrenzeichen und hob besonders seinen Beitrag zur zweisprachigen Gerichtsbarkeit hervor.
KÄRNTEN. Eine außergewöhnliche Karriere in der Kärntner Justiz wurde am Freitag gewürdigt: Im Verhandlungssaal des Landesgerichts Klagenfurt überreichte Bundesministerin für Justiz Anna Sporrer dem ehemaligen Vorsteher der Bezirksgerichte Bleiburg/Pliberk und Bad Eisenkappel/Železna Kapla, Hofrat Franz Boschitz, ein Ehrenzeichen der Republik Österreich.
Langjährige Tätigkeit
Anlass für die Auszeichnung war die Pensionierung des langjährigen Richters, der mit Ende April 2026 in den Ruhestand trat. Franz Boschitz war insgesamt 33 Jahre als Bezirksrichter tätig und leitete seit 2013 die beiden Bezirksgerichte Bleiburg und Bad Eisenkappel. Damit war er österreichweit der einzige Richter, der gleichzeitig zwei Bezirksgerichte führte.
Bei der Verleihung betonte die Justizministerin:
"Franz Boschitz hat die Justiz in Kärnten und damit die zweisprachige Gerichtsbarkeit über Jahrzehnte geprägt. Sein Wirken steht beispielhaft für die Werte, auf denen unsere Justiz beruht: Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und den Dienst am Menschen. Die Spuren, die er hinterlässt, werden weit über seine aktive Dienstzeit hinaus sichtbar bleiben. Die heutige Auszeichnung drückt den Dank und den Respekt aus, den die Republik Österreich Franz Boschitz für seine herausragenden Leistungen im Dienste der Justiz und der Grundrechte schuldet".
"Zeichen des Respekts"
Der Präsident des Oberlandesgerichts Graz, Michael Schwanda, sagte in seiner Ansprache: "Die Auszeichnung ist eine persönliche Anerkennung der Leistungen des Gerichtsvorstehers der Bezirksgerichte Bleiburg/Pliberk und Eisenkappel/Železna Kapla, soll aber auch ein Zeichen für den Einsatz und den Respekt gegenüber der zweisprachigen Gerichtsbarkeit darstellen".
Bezirksgerichte zusammengelegt
Franz Boschitz erhielt bereits 2021 den Berufstitel Hofrat. Mit seinem Ruhestand endet nun eine beeindruckende Laufbahn. Die Zukunft der zweisprachigen Gerichtsbarkeit in Kärnten sei unterdessen durch ein Reformpaket langfristig abgesichert. An den erweiterten Bezirksgerichten Klagenfurt-Ferlach/Celovec-Borovlje und Völkermarkt-Bleiburg/Velikovec-Pliberk sollen künftig zweisprachige Kompetenzstandorte entstehen. Gleichzeitig wird die zweisprachige Gerichtsbarkeit auf weitere Gemeinden in den Bezirken Völkermarkt und Klagenfurt-Land ausgeweitet.
Der Präsident des Landesgerichts Klagenfurt, Manfred Herrnhofer, unterstreicht die Bedeutung der Reform: "Diese Reform entspricht den geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und ermöglicht es, die Rechtsversorgung aller Kärntnerinnen und Kärntner weiterhin auf hohem Niveau zu garantieren."
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