Gefahren Schulweg
Radlobby Klosterneuburg warnt vor Risiken für Kinder am Schulweg
- Sicherheit am Schulweg: Die Radlobby hat an vier Volksschulen ein kostenloses Vorbereitungstraining für die praktische Radfahrprüfung gemacht.
- Foto: Radlobby Klosterneuburg
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Das neue Schuljahr rückt in großen Schritten näher. Und auch für die Tafelklassler beginnt bald "der Ernst des Lebens". MeinBezirk hat mit der Radlobby Klosterneuburg darüber gesprochen, welche Gefahren auf dem Schulweg für radfahrende und zufußgehende Kinder lauern.
KLOSTERNEUBURG. MeinBezirk hat kurz vor dem Schulstart mit Werner Palfinger von der Radlobby Klosterneuburg über Verkehrssituationen im Schulumfeld und Gefahren, die am Schulweg lauern, gesprochen.
- Werner Palfinger, Sprecher Radlobby Klosterneuburg, betont: "Kinder lieben es in der Regel, mit dem Rad in die Schule zu fahren, egal ob im Anhänger, Kindersitz, Lastenrad oder am eigenen Fahrrad."
- Foto: MeinBezirk/Seebacher
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MEINBEZIRK: Wie sieht es mit der Verkehrssicherheit rund um die Schulen aus, besonders aus der Sicht der Radfahrer und Fußgänger?
WERNER PALFINGER: Man kann und soll in Klosterneuburg mit dem Rad zur Schule fahren oder zu Fuß gehen. Wir ermutigen auch alle, das zu tun. Es könnte aber viel einfacher, sicherer und attraktiver sein, wenn die Gemeinde in den letzten Jahren und Jahrzehnten ihre Hausübungen gemacht und die Verkehrssituation im Schulumfeld verbessert hätte. Andere Gemeinden zeigen, wie das geht - mit Radwegen, Schulstraßen, Tempolimits, Fußgängerzonen, Reduktion von Parkplätzen. In Klosterneuburg gab es nur sehr zaghafte Schritte, wie den 30er bei den Volksschulen Weidling, Albrechtstraße und Kritzendorf.
Gefahren am Schulweg
MEINBEZIRK: Gibt es Schulstandorte, wo Sie besonders gefährliche Situationen sehen?
WERNER PALFINGER: Die Volksschule Kierling liegt direkt an der B14. Der Gehsteig ist teilweise sehr schmal. LKWs fahren noch immer mit 50 km/h und mehr direkt an den Kindern vorbei, obwohl seit Jahren eine Temporeduktion diskutiert wird. Die Möglichkeit, mit einem kurzen sicheren Radwegstück die Kierlingtal-Radroute direkt an der Schule vorbeizuführen, wurde ebenfalls verpasst.
- Man kann und soll in Klosterneuburg mit dem Rad zur Schule fahren oder zu Fuß gehen. Die Verkehrssituation im Schulumfeld könnte aber besser sein.
- Foto: Radlobby Klosterneuburg
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MEINBEZIRK: Sind "Elterntaxis" ein Problem, wenn ja, wieso?
WERNER PALFINGER: Beim BG/BRG Klosterneuburg erschweren täglich Elterntaxis die Zufahrt für Busse und Radfahrende. Auch für die zu Fuß kommenden Kinder stellt der dichte Verkehr eine zusätzliche Gefahr dar. Die Lösungen liegen auf der Hand: Alle Zufahrtsstraßen zur Schule in Einbahnen umwandeln. Die frei werdenden Spuren können von Bussen und Radfahrenden verwendet werden. Durchfahrt durch die Obere Stadt erschweren, Radweg von der Kierlinger Straße zum Gymnasium bauen, eventuell auch Schulstraßen, also temporäres Fahrverbot, verordnen.
Vorbereitungstraining
MEINBEZIRK: Gibt es von Seiten der Radlobby konkrete Verbesserungsvorschläge, wenn ja, welche?
WERNER PALFINGER: Vor Schulen maximal Tempo 30, keine Parkplätze, Kiss and Go mindestens 150 Meter entfernt. Radwege zu allen Schulen.
MEINBEZIRK: Gibt es Aktionen oder Ähnliches, wo mit Kindern sicheres Radfahren geübt wird?
WERNER PALFINGER: Wir haben heuer an vier Volksschulen ein kostenloses Vorbereitungstraining für die praktische Radfahrprüfung gemacht. Das erleichtert den Kindern die Prüfung, ist aber auch darüber hinaus eine sehr gute Übung im Straßenverkehr. Es ist sehr schade, dass die Gemeinde nicht allen Kindern so ein Training ermöglicht.
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