25.11.2016, 13:35 Uhr

Klosterneuburg: Stadt, Stift und EVN treiben Naturwärmeausbau voran

GR Erich Deim, EVN Vorstandssprecher Peter Layr, ‎Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, Andreas Gahleitner, Wirtschaftsdirektor Stift Klosterneuburg, Stadtrat Roland Honeder, Bmst. Niklas Göttersdorfer, Leiter Bauabteilung Stift Klosterneuburg (Foto: EVN / Rumpler)
KLOSTERNEUBURG (red). Die Stadtgemeinde Klosterneuburg stellt die Weichen in eine nachhaltige Zukunft: Neben dem Stadtentwicklungskonzept „Klosterneuburg an die Donau“, dem sogenannten Pionierviertel, geht es dabei um die Zukunft der Wärmeversorgung.

Dafür hat sich die Stadtgemeinde, gemeinsam mit dem Stift Klosterneuburg und der EVN ein ambitioniertes Ausbaukonzept für die Naturwärmeversorgung vorgenommen: In den nächsten Jahren möchte die EVN rund 14 Millionen Euro in den Ausbau der Naturwärmeinfrastruktur investieren.

„Im Zentrum unsere Ausbaupläne steht die regionale Versorgung auf Basis Biomasse. In Klosterneuburg wollen wir auf einer Gesamttrassenlänge von ca. 16 km ein zusätzliches Naturwärmepotential für umgerechnet 10.000 Haushalte schaffen. Dabei werden auch Schulen und öffentliche Gebäude ans Naturwärmenetz angeschlossen. Die dafür benötigte Biomasse kommt direkt aus der Region“, erläutert EVN Vorstandssprecher Peter Layr die Ausbaupläne.

„Vorausblickendes Handeln und nachhaltiges Wirtschaften sind Grundprinzipien der Wirtschaftsbetriebe des Stiftes Klosterneuburg. Schonender Umgang mit unseren Ressourcen prägte schon immer unsere Wirtschaftsweise. Die naturnahe und schonende Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen zählt ebenso dazu, wie die Gewinnung von Energie aus Biomasse, was erheblich zur CO2 Reduktion beiträgt. Unser Biomasse-Heizwerk versorgt aktuell schon wesentliche Gebäude im näheren Umfeld des Stiftes. Wir gehen diesen gemeinsamen Weg mit der Stadt und EVN, da dadurch regionale Energieträger gefördert werden und damit maßgeblich zum CO2 Abbau beigetragen wird“, so Andreas Gahleitner, Wirtschaftsdirektor des Stiftes Klosterneuburg.

„Die Frage, woher wir die Energie zum Heizen nehmen, ist zentral für den Klimaschutz. Das vorliegende Konzept schafft ein ökologisches und nachhaltiges Angebot. Die Wärmeversorgung aus Biomasse bietet uns die Chance, jährlich bis 10.000 t CO2 einzusparen. Gleichzeitig profitieren lokale Lieferanten“, so der Klosterneuburger Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager.

Ein erster Bauabschnitt wird in Kritzendorf errichtet. Neben den Neubauten für den Kindergarten der Stadt Klosterneuburg sowie das Alten- und Pflegewohnheim der Barmherzigen Brüder sollen im Endausbau weitere Gebäude und Objekte an das Wärmenetz angeschlossen werden. So besteht für Privathaushalte entlang der Trasse die Möglichkeit, sich an das Wärmenetz anzuschließen.

Informationsveranstaltung am 6. Dezember im Rathaus Klosterneuburg

Die Eckpunkte des gesamten Ausbaukonzeptes werden im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 6.12. von 16 bis 20h im großen Saal des Rathauses Klosterneuburg vorgestellt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ihre Fragen zu stellen und gemeinsam mit den anwesenden Experten über die Zukunft der Wärmeversorgung in Klosterneuburg zu diskutieren.

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