Bilder & Interviews
Berührende Ausstellung „Der Reichtum der Vielfalt“

Diese Frauen stehen alle hinter dem ambitionierten Ausstellungsprojekt „Der Reichtum der Vielfalt“ von Réka Kápas (3.v.r.).
  • Diese Frauen stehen alle hinter dem ambitionierten Ausstellungsprojekt „Der Reichtum der Vielfalt“ von Réka Kápas (3.v.r.).
  • Foto: Spielbichler
  • hochgeladen von Sebastian Noggler

Zehn Frauen aus Afghanistan, Syrien und Iran, die flüchten mussten, porträtiert die Ausstellung „Der Reichtum der Vielfalt“, die am 16. Mai erstmals in der "Zone" in Wörgl präsentiert wurde und nun als Wanderausstellung Schulen zur Verfügung steht.

WÖRGL (vsg). Es sind Geschichten, die tief berühren und unter die Haut gehen, die die 20-jährige Réka Kápas aus Ungarn für ihr Ausstellungsprojekt zusammengetragen hat. Réka ist seit Juli 2018 als europäische Freiwilige in Wörgl beim Verein "Komm!unity" tätig. „Ich hatte noch nie mit Flüchtlingen zu tun und lernte beim Frauencafé so viele menschliche Schicksale kennen und hörte Geschichten von Frauen, die mich sehr berührt haben. Diese Frauen sind wundervoll und einzigartig. Sie haben so viele Schmerzen und Verluste erleiden müssen –ich konnte mir gar nicht vorstellen, das zu überleben und hatte das Bedürfnis, zu helfen“, schildert Réka, was sie zum Ausstellungsprojekt motivierte. Gespräche, die ihr Weltbild veränderten. Sie hatte aus ungarischen Medien nur Abwertendes und viele Unwahrheiten über Flüchtlinge erfahren. Das änderte sich durch den direkten Kontakt mit den Betroffenen grundlegend.

Interviews voll Offenheit und Mut

Beim Ausstellungsprojekt wurde Réka vom "Komm!unity-Team", besonders von Obfrau Irmi Moritz, Frauencafé-Leiterin Birgit Ritzer-Mayerl und "Komm!unity"-Geschäftsfüherin Monika Mair sowie von zwei Schülerinnen der HTL Bau & Design Innsbruck unterstützt – von Pia Ritzer und Anne Sausgruber stammen die Porträtfotos.
Die Interviews zeugen von Offenheit und vom Mut der Frauen, die sich hier in die Seele blicken lassen und mit ihren Statements daran erinnern, was wirklich im Leben zählt. Viele von ihnen waren bei der Ausstellungseröffnung auch anwesend. „Hinter den Interviews stehen so viele Gefühle. Es ist schwierig, so weit weg von der Heimat zu leben“, erklärte Miriam aus Syrien und stellte fest: „Terror hat keine Religion und Krieg kennt keine Menschlichkeit. Wir sind alle Menschen und es geht darum, Liebe zu geben. Danke euch allen!“

„Dem Thema Flucht ein Gesicht geben schafft Bewusstsein und es freut mich besonders, dass es hier auch um Lebensfreude geht“, begrüßte LA Georg Kaltschmid das ambitionierte Ausstellungsprojekt. Es sei wichtig, „auf Augenhöhe miteinander zu reden, alle mit zu nehmen und niemanden zurück zu lassen, damit die Lebensfreude mehr wird und nicht erlischt“. Die Vernissage wurde musikalisch von Gerlinde Heiss mit der Harfe umrahmt und beim köstlichen „Green-Event“-Buffet der LEA-Produktionsschule konnten die Gäste in entspannter Atmosphäre ins Gespräch kommen.

Die erste Station der Wanderausstellung wird übrigens in der Bundeshandelsakademie Wörgl sein. Interessierte Schulen erfahren mehr bei Monika Mair vom Verein "Komm!unity".

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