Kuhfreies Wandern im Bezirk Kufstein

Wenn Wanderer auf weidende Kühe treffen, müssen bestimmte Regeln eingehalten werden.
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BEZIRK (bfl/nos). Der jüngste Kuhangriff auf zwei Wanderinnen bei Erl, bei der eine 70-jährige Frau aus dem Bezirk Kitzbühel starb, hat das Thema Wandern und Kühe wieder in das öffentliche Bewusstsein katapultiert. Wie aber sieht es in den Tourismusorten im Bezirk aus und welche Auswirkungen haben die jüngsten Geschehnisse? Gibt es auch "kuhfreie" Alternativen für Wanderer, die angeboten werden können? Die Bezirksblätter Kufstein gehen diesen Fragen auf den Grund.
Eine Garantie für kuhfreie Wanderwege will der TVB Kufsteinerland nicht abgeben. "Wir können als TVB nicht überwachen, wann und wo ein Landwirt seine Kühe weiden lässt. Oftmals wandern diese innerhalb der Saison von Koppel zu Koppel, um das Gras gleichmäßig abzuweiden", sagt Margret Winkler.
Eine kuhfreie Alternative kann der Alpbachtal Seeland Tourismus anbieten, sagt Geschäftsführer Markus Kofler: "Kuhfrei ist die Tiefenbachklamm, aber am Ende in Brandenberg wird man auf Kühe stoßen. Dasselbe gilt für die Kaiserklamm. Wir sind ja hier am Land." Auch der TVB Kaiserwinkl kann mit dem Schmugglerweg zwischen Kössen und Schleching in Bayern einen kuhfreien Wanderweg anbieten.

TVBs informieren
Das Thema "Kuhangriff" wird von den Tourismusverbänden ähnlich behandelt. Man wolle beim TVB Kufsteinerland künftig in der Kommunikation darauf Rücksicht nehmen, um Gäste im Vorfeld zu informieren, wobei bei den geführten Wanderungen auch darauf hingewiesen werde. Auch beim Alpbachtal Seeland Tourismus wird in den Online-Kanälen und Print-Werbemitteln auf das Thema hingewiesen und es wird in der Neuauflage der Wander- und Bike-Karten berücksichtigt. Beide Tourismusverbände haben neue, landesweite Flyer der Landwirtschaftskammer aufliegen, die Empfehlungen und Anleitungen für das Verhalten beim Queren von Viehweiden demonstrieren.
Der Tourismusverband Kaiserwinkl hat bereits im letzten Frühjahr in Kooperation mit den vier Ortsbauern-Obmänner und der Landwirtschaftskammer Tirol an alle Bauern, die von der Landwirtschaftskammer gestalteten Hinweistafeln in Sachen Almvieh in gewünschter Menge finanziert und zur Verfügung gestellt. Auch auf der Homepage wird darauf hingewiesen, wie man sich auf den Almen gegenüber dem Kühen zu verhalten hat.
Während die Tourismusverbände bei den Buchungen keinen Rückgang feststellen konnten, ist das Thema bei den Gästen im Alpbachtal dennoch präsent. "Es gibt mehr Gespräche über das Thema. Generell merkt man, dass Gäste mehr aufpassen – ein großes Problem stellen eher die Hunde dar", sagt Markus Kofler vom Alpbachtal Seeland Tourismus. Andere Erfahrungen hat man beim TVB Kufsteinerland gemacht: "Bis zum bedauerlichen Zwischenfall in Erl gab es diesbezüglich keine negativen Erfahrungen. Es wird auch an unseren Info-Countern nicht von Gästen angesprochen", sagt Margret Winkler. Auch Thomas Schönwälder, Geschäftsführer des TVB Kaiserwinkl hat Ähnliches zu berichten: "Dieses Thema ist derzeit nicht in den Köpfen der Gäste, vielleicht auch deswegen, weil wir in unserer Region von keinen negativen Erfahrungen berichten müssen."

Autor:

Barbara Fluckinger aus Kufstein

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