Umbenennung gefordert
Radfeld will endlich Gerechtigkeit bei Bahnhofsname
- Obwohl der Bahnhof "Rattenberg-Kramsach" heißt, liegt er auf dem Gemeindegebiet von Radfeld.
- Foto: ÖBB
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Radfeld will, dass der Bahnhof auf seinem Gemeindegebiet künftig auch seinen Namen trägt. Bürgermeister Josef Auer hat jetzt bei den ÖBB eine Umbenennung angefordert.
RADFELD. Die wenigsten wissen es – aber der Bahnhof Rattenberg-Kramsach liegt tatsächlich auf dem Gemeindegebiet von Radfeld. "Der heißt aber Bahnhof Rattenberg-Kramsach, obwohl wir dort asphaltieren müssen und die Parkplätze im Winter räumen. Wir sind also nur die Zahler und kommen im Namen nicht einmal vor", erläutert Radfelds Bürgermeister Josef Auer. Schon seit Jahren beschäftigt dieses Thema die Gemeinde. Bereits 2003 schrieb die ÖBB an Radfeld, dass die Gemeinde "die Pflichten eines Wegerhalters konkludent übernommen hat". Es gibt also seitdem einen gültigen Vertrag, welcher die Zuständigkeit für den Bahnhof so regelt. Seither kümmert sich Radfeld um Straße und Parkplätze – Kramsach und Rattenberg hingegen beteiligen sich nicht an den Kosten.
- Radfeld muss sich um Asphaltierung und Schneeräumung der Zufahrt kümmern, kommt aber im Namen des Bahnhofes gar nicht vor.
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Radfeld fordert Umbenennung
Vor Kurzem wurde der Bahnhof verlängert, was erneut Arbeiten für Radfeld bedeutete in Form einer Straßensanierung. "Das Mindeste ist, dass die Haltestelle in Radfeld-Rattenberg umbenannt wird. Von mir aus Kramsach auch noch, aber Radfeld muss da an erster Stelle stehen", betont Auer. Die Gemeinde will den alten Vertrag mit der ÖBB prüfen und anpassen – künftig soll es auch ein Entgelt für die geleistete Arbeit geben. Nach Radfelds Anfrage zur Umbenennung meldete sich die ÖBB mit der Bitte um einen formellen Antrag, um den Prozess zu prüfen. "Es ist ein Rattenschwanz", sagt Auer. "Wir haben jetzt einmal angefragt und ihnen mitgeteilt, dass das schon höchst sonderbar ist, dass unser Name da nicht erwähnt wird. Warum das damals so gemacht worden ist, entzieht sich meiner Kenntnis", erzählt der Bürgermeister. Nun wird Radfeld also alle Unterlagen, welche die ÖBB fordern, vorweisen. Erst dann kann geprüft werden, ob eine Umbenennung möglich. Für die Gemeinde Radfeld steht also nun einiges an Bürokratie an. Und vielleicht wird der Bahnhof dann irgendwann auch den richtigen Ortsamen haben.
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