Kufsteins 57-Millionen-Budget "im Zeichen der Bildung"

Kufsteins Bürgermeister informierte über den Budgetentwurf, der am kommenden Mittwoch im Gemeinderat abgestimmt wird.
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  • hochgeladen von Sebastian Noggler

KUFSTEIN (nos). Bereits seit einigen Jahren informiert Martin Krumschnabel, Bürgermeister der Festungsstadt, etwa eine Woche vor Beschluss durch den Gemeinderat per Pressemitteilung über das kommende Budget für die Stadtgemeinde Kufstein. Diese Handhabe stieß in den Vorjahren nicht bei allen Gemeinderäten auf Gegenliebe.

Kufsteins nächstes Budget

Am Mittwoch, dem 13. Dezember, wird ab 15 Uhr dem Kufsteiner Gemeinderat der Voranschlag für 2018 samt dem Mittelfristigen Finanzplan für 2019 bis 2022 zur Beschlussfassung vorgelegt. Vorausgegangen sind dem ausführliche Besprechung mit allen Fraktionen im Kufsteiner Gemeinderat, wobei Bürgermeister Krumschnabel das konstruktive Gesprächsklima ausdrücklich hervorhebt und sich mit dem erzielten Verhandlungsergebnis äußerst zufrieden zeigt.

Eckpunkte des Budgets sind ein ordentlicher Haushalt im Umfang von € 56,98 Mio. und ein außerordentlicher Haushalt von € 5,26 Mio., wobei die maßgeblichen Ausgaben im kommenden Jahr den Umbau und die Sanierung des Schulzentrums Sparchen betreffen. Allein 2018 werden € 2,9 Mio. in dieses Projekt investiert, welches mit dem Bau eines 3-gruppigen Kindergartens im kommenden Jahr beginnt. In den Folgejahren sind die Sanierung des Bestandes sowie der Neubau einer Turnhalle vorgesehen.

Eine weitere Kindergartengruppe entsteht im kommenden Jahr auch am Arkadenplatz, womit dort insgesamt 5 Kindergartengruppen zur Verfügung stehen. Damit reagiert die Gemeinde einerseits auf die bauliche Entwicklung in Sparchen durch das Projekt der Neuen Heimat und andererseits auf die generell steigende Bevölkerung der Stadt Kufstein, die im Jahr um über 300 Personen wächst.

Die Fachhochschule mit der Baustufe 4 wird ebenfalls im kommenden Jahr begonnen, hierfür hat die Stadt Kufstein eine erste Tranche von € 500.000,00 im Budget vorgesehen. Für Gemeindestraßen werden in Summe rund € 800.000,00 im Jahr 2018 investiert und für Brandschutzmaßnahmen im Altenwohnheim Zell in Fortführung der bereits begonnenen Sanierungen wiederum € 265.000,00.

Diese Maßnahmen sind nur möglich, indem im Budget € 2,74 Mio. an Darlehensaufnahmen vorgesehen sind. Sollten die Darlehensaufnahmen tatsächlich im gesamten Umfang notwendig sein, wird der Schuldenstand geringfügig erhöht. Den Neuaufnahmen stehen Schuldentilgungen im Ausmaß von € 2,05 Mio. gegenüber, sodass der voraussichtliche Schuldenstand Ende 2018 € 22,91 betragen dürfte, sohin um 3,2 % steigt. Im Rahmen der Jahresrechnung wird man sehen, in wie weit nicht zur Ausfinanzierung der angeführten Projekte noch zusätzliche Eigenmittel zur Verfügung stehen, was in den vergangenen Jahren stets der Fall war.

Die Abgabenertragsanteile werden 2018 voraussichtlich nur um 2 % steigen, während die Transferzahlungen der Gemeinde zwischen 4 und 6 % steigen werden, was den Handlungsspielraum der Gemeinde entsprechend einschränkt. Trotz dieser Situation ist die Stadt Kufstein in der Lage, die bereits projektierten Großprojekte in Sparchen und in der Fachhochschule in den kommenden Jahren umzusetzen und damit eine deutliche Erweiterung der schulischen Infrastruktur anzubieten. Mittelfristig sind neben der Fertigstellung dieser Projekte auch die durchgreifende Umgestaltung des Stadtparks zu erwähnen, womit ab 2019 der Bevölkerung der Stadtpark in einer völlig erneuerten Form zur Verfügung stehen wird. Zu diesem Zeitpunkt verfügt Kufstein dann auch über zwei neue Sporthallen, die außerhalb des Schulsportes den Vereinen in den Abendstunden sowie an den Wochenenden zur Verfügung stehen.

„Besonders erfreulich ist für mich die Tatsache, dass alle im Kufsteiner Gemeinderat vertretenen Parteien die anstehenden Großprojekte im Bildungsbereich mittragen und damit die positive Entwicklung unserer Stadt gemeinsam vorantreiben. Investitionen im Bildungsbereich sind auch aus meiner Sicht ein wesentlicher Schlüssel zur positiven Weiterentwicklung unserer Stadt“, so Bürgermeister Martin Krumschnabel. Praktisch alle Wünsche der Fraktionen konnten im Budgetentwurf berücksichtigt werden, sodass er hoffe, dass es am Mittwoch bei der Budgetsitzung für den Voranschlag eine breite Mehrheit gibt.

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