Causa Kuhn
Sexuelle Belästigung in Erl bestätigt, Opferschutzkommission gefordert

 „Die Causa Erl, aber auch die Vorfälle in der Ballettschule der Staatsoper, zeigen, dass der Kulturbereich für Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt offenbar sehr anfällig ist", meint SPÖ-NAbg Selma Yildirim.
  • „Die Causa Erl, aber auch die Vorfälle in der Ballettschule der Staatsoper, zeigen, dass der Kulturbereich für Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt offenbar sehr anfällig ist", meint SPÖ-NAbg Selma Yildirim.
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  • hochgeladen von Sebastian Noggler

SPÖ-Nationalrätin sucht parlamentarische Mehrheit für verstärkten Opferschutz in Kultureinrichtungen.

ERL/WIEN (red). Die Gleichbehandlungskommission hat ihren Bericht zur "Causa Erl" vorgelegt. Jetzt fordern Parteienvertreter erste Konsequenzen.

„Nun hat die Gleichbehandlungskommission bestätigt, was leider zu befürchten und zu erwarten war: Die Prüfung der Vorwürfe wegen sexueller Belästigung und Machtmissbrauch gegen den ehemaligen Leiter der Festspiele Erl, Gustav Kuhn, kommt zum Ergebnis, dass sexuelle Belästigung vorgefallen ist. Damit bekommen auch die KünstlerInnen Recht, die diese Vorfälle öffentlich gemacht haben“

Selma Yildirim, SPÖ-NAbg.

 „Die Causa Erl, aber auch die Vorfälle in der Ballettschule der Staatsoper, zeigen, dass der Kulturbereich für Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt offenbar sehr anfällig ist. Wir fordern deshalb u.a. eine unabhängige Opferschutzkommission mit einem Klagsrecht vor Gericht", so Yildirim, die sich seit längerem für einen verstärkten Opferschutz bei sexuellem Missbrauch in Kulturbetrieben und kulturellen Ausbildungseinrichtungen sowie Prävention stark macht.

Antrag im Nationalrat

„Auch im Nationalrat hat die SPÖ entsprechende Initiativen gesetzt und einen umfassenden Antrag eingebracht. Der Antrag zielt auf Aufklärung, Aufarbeitung, Opferschutz und Prävention bei Machtmissbrauch, sexueller Belästigung und sexueller Gewalt in Kulturinstitutionen und kulturellen Ausbildungseinrichtungen ab. Aufklärungskampagnen, verpflichtende Schulungen sowie eine unabhängige Opferschutzkommission mit einem Klagsrecht vor Gericht sind Teil davon“, erläutert Yildirim. „Leider hat die türkis-blaue Vorgängerregierung das Thema laufend auf die lange Bank geschoben und unseren Antrag vertagt. Wir werden aber nicht lockerlassen“, verspricht Yildirim. Sie werde auch bei der neuen Frauenministerin dieses Anliegen thematisieren und versuchen, parlamentarisch etwas weiterzubringen. „Wenn ÖVP und FPÖ es ernst meinen mit dem Schutz von Frauen vor Gewalt, dann dürfen sie auch vor dieser Problematik im Kulturbereich nicht die Augen verschließen.“

Die Forderungen der "Liste Fritz" betreffend Konsequenzen in Erl finden Sie hier.
Alle Beiträge zum Thema Tiroler Festspiele Erl finden Sie hier.

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