Standortpolitik für Industrie zukunftsentscheidend

Der neue und der scheidende Geschäftsführer der IV-Tirol: Eugen Stark folgt Josef Lettenbichler (re.) als GF nach.
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KUNDL/TIROL. Erfolgreich Bilanz zog der Tiroler IV-Präsident, Christoph Swarovski, anlässlich der Mitgliederversammlung bei Sandoz in Kundl. Die Tiroler Industrie beschäftigt zurzeit etwa 41.100 Mitarbeiter und hält bei einem Produktionswert von über 10 Milliarden Euro. An den Staatshaushalt führten Tiroler Industrieunternehmen immerhin knapp 950 Millionen Euro – dies entspricht einem Plus von 8,9 Prozent – an Körperschaftsteuer und Einkommensteuer ab.
„Die Tiroler Industrie ist Motor für Wachstum und Beschäftigung“, stellten auch Gastgeber Sandoz-GF Ard Van der Meij und Bundes-IV-Präsident, Georg Kapsch, fest und forderten von der Politik entsprechende Rahmenbedingungen für die Absicherung der Produktion. Für Tirol wurde dafür die Industriestandortstrategie entwickelt, die jetzt in die Umsetzung geht.

„Die Unternehmen und ihre Mitarbeiter leisten Herausragendes für den Standort Tirol. Die Politik ist gefordert, mit ihnen durch entsprechende Rahmenbedingungen Schritt zu halten“, forderte Präsident Swarovski bei der Mitgliederversammlung einen Schulterschluss aller, die den Industriestandort Tirol absichern und weiterentwickeln wollen. Zur aktuellen Diskussion über die Genehmigung von Betriebserweiterungen und großen Infrastrukturvorhaben stellte der Tiroler Industriepräsident fest: „Die Politik sollte - so wie früher beim bevorzugten Wasserbau - Infrastrukturprojekte von übergeordnetem Interesse festlegen können, bei denen dann das öffentliche Interesse an der Umsetzung jedenfalls gegeben ist.“ Er unterstützt damit ausdrücklich den Vorstoß von Landeshauptmann Günther Platter.

Die IV-Tirol hat auch klare Vorstellungen, wie der Bund zur Absicherung des Standortes beitragen soll: So fordere man etwa die steuerliche Entlastung von Gewinnen, die im Unternehmen bleiben. Steuerlich berücksichtigt müsse auch die Zahl der Arbeitsplätze werden. Genauso zu honorieren sei das unternehmerische Risiko. Präsident Swarovski sprach sich erneut dezidiert gegen neue Steuern aus, die den Standort gefährden und Arbeitsplätze vernichten.

„Jetzt, in der Phase des konjunkturellen Aufschwunges, haben der Erhalt und die Absicherung von Arbeitsplätzen Vorrang. Wir müssen die Arbeitszeit modernisieren und die Steuer- und Abgabenbelastung senken. Im aktuellen OECD-Vergleich vom April 2017 liegt Österreich bei der Steuer- und Abgabenlast auf Arbeitseinkommen weiter im absoluten Spitzenfeld. Damit sich Leistung auszahlt, muss hier der Hebel angesetzt werden. Wer nachhaltig Beschäftigung und Wohlstand für alle sichern will, kann das nur über die heimischen Betriebe und vor allem über die Industrie erreichen“, stellte IV-Präsident Georg Kapsch in Kundl fest.

„Planbarkeit und stabile Rahmenbedingungen sind Voraussetzungen, um Tirol als Pharma-Standort attraktiv zu halten. Die Standort-Vorteile waren stets das hochqualifizierte Personal, die Stabilität des Marktes und eine vorteilhafte Forschungsförderung. Es muss Anpassungen geben: Bei den Arbeitszeiten, den Lohnnebenkosten und beim Gewerberecht. Der Standort benötigt frische Impulse und der österreichische Pharma-Markt neue Investments“, so CEO Art Van der Meij von Sandoz.

Präsident Swarovski dankte dem scheidenden Geschäftsführer, NAbg Josef Lettenbichler, für seinen Einsatz. Nach zehn Jahren Tätigkeit als GF der IV-Tirol werde sich Lettenbichler nunmehr voll auf seine Arbeit als Industrie- und Energiesprecher der VP im österreichischen Nationalrat konzentrieren. „Mag. Lettenbichler hat sich vor allem im Bildungs- und F&E-Bereich sowie bei der Digitalisierungsoffensive bleibende Verdienste für die Industrie erworben “, so Präsident Swarovski.

Ehrungen für langjährige IV-Mitgliedschaft

Sandoz GmbH (Kundl & Schaftenau) – 50 Jahre
Hartsteinwerk Kitzbühel Ges.m.b.H. – 25 Jahre
Otto Kapferer Ges.m.b.H. (Fulpmes) – 25 Jahre

Der neue und der scheidende Geschäftsführer der IV-Tirol: Eugen Stark folgt Josef Lettenbichler (re.) als GF nach.
Mitgliederversammlung der IV-Tirol bei Sandoz in Kundl: IV-Tirol Präsident Christoph Swarovski, Gastgeber CEO Ard Van der Meij und Österreichischer-Industriepräsident Georg Kapsch (v.l.).
Autor:

Sebastian Noggler aus Kufstein

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