23.07.2017, 16:00 Uhr

ÖGB Unterland setzt auf "Sozialpartnerschaft"

Dr. Stephan Bertel, Patrik Tirof, Philip Wohlgemuth, Robert Wehr (v.l.). (Foto: ÖGB Region Unterland)

ÖGB Unterland: Thema Sozialpartnerschaft im Mittelpunkt der Regionalvorstandssitzung. Diskussion mit Vorsitzendem Philip Wohlgemuth sorgte für viel Resonanz.

BEZIRK (red). Erfreut über die Teilnahme des neuen ÖGB-Landesvorsitzenden Philip Wohlgemuth an der Regionalvorstandssitzung des ÖGB Unterland zeigten sich die anwesenden FunktionärInnen. Wohlgemuth betonte die Bedeutung einer funktionierenden Sozialpartnerschaft und informierte sie über seine künftigen Ziele: „Verteilungsgerechtigkeit, soziale Sicherheit, Chancengleichheit und Mitbestimmung sind die Schlagworte für meine Funktionsperiode. Eine aktive Arbeitsmarktpolitik und Initiativen für Gesundheit am Arbeitsplatz sowie alternsgerechte Arbeitsplätze sind essentiell für die Tiroler ArbeitnehmerInnen, ebenso wie Investitionen in soziale Infrastruktur, Bildung und Mobilität.“ Er fordert zudem den Ausbau von flächendeckenden Kinderbetreuungsangeboten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine Attraktivierung der Lehre, unter anderem mit einer Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlehrlingsentschädigung auf 700 Euro monatlich.
Unterlands ÖGB-Regionalvorsitzender Patrik Tirof berichtete über die Ergebnisse der Verhandlungen der Sozialpartner: „Die Einigung auf einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.500 Euro pro Monat ist ein Meilenstein. Da vorwiegend Frauen in sogenannten Niedriglohnbranchen beschäftigt sind, profitieren sie zum großen Teil von dieser Verbesserung. Daher freut mich diese Errungenschaft ganz besonders!“. Die Arbeitszeit bleibe weiterhin eines der Kernthemen der Sozialpartnerschaft. „Eine zusätzliche Flexibilisierung kann aus unserer Sicht nur dann kommen, wenn die ArbeitnehmerInnen auch davon profitieren, beispielsweise in Form von mehr Freizeit, durch Zeitzuschläge oder andere Ausgleichsmaßnahmen wie die sechste Urlaubswoche oder Bildungskarenz“, ist Tirof überzeugt.
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