13.04.2017, 14:41 Uhr

"Liste Fritz"-Anfrage im Landtag zu Maßnahmen an der Loferer Straße

Andrea Haselwanter-Schneider mit Anrainern beim Lokalaugenschein in Scheffau im Jahr 2015. (Foto: Liste Fritz)
TIROL/BEZIRK (red). Im Zuge einer Landtagsanfrage an die zuständigen Landesräte Josef Geisler (ÖVP) und Ingrid Felipe (Grüne) stellt die "Liste Fritz" Fragen zum geplanten Niederflur-Umbau der B178 bei Scheffau sowie zu "dringend notwendigen Akut-Maßnahmen" gegen zunehmenden Verkehr und Lärm sowie gegen die schlechte Luft.

„Wir waren inzwischen zweimal auf Lokalaugenschein in Scheffau und müssen den Anrainern leider Recht geben, der Verkehr dort ist eine enorme Belastung, die schlechte Luft die Folge und der Lärm unerträglich. Dazu kommen noch Sicherheitsprobleme beim Überqueren der Straße. Daher bleiben wir im Sinne der betroffenen Anrainer auch hartnäckig dran, machen das Problem der Anrainer aktuell wieder zum Landtagsthema und verlangen von den zuständigen Landesräten umfassende Auskunft und endlich Akut-Maßnahmen. Was geht beim geplanten Niederflur-Umbau der B178 im Gemeindegebiet von Scheffau weiter? Warum liegt noch immer keine öffentlich gemachte Detailplanung vor, die für Herbst 2015 angekündigt war? Warum sind im Landesstraßenbauprogramm weder für das Jahr 2017 noch für das Jahr 2018 Finanzmittel für den Umbau der B178 im Gemeindegebiet von Scheffau vorgesehen? Erst 2019 sind Gelder dafür budgetiert. Müssen die betroffenen Anrainer wirklich bis 2019 warten, obwohl seit Jahren bekannt ist, dass die Loferer Straße 'eine der höchstbelasteten Landesstraßen in Tirol' ist, wie der zuständige Landesrat Geisler in einer früheren Anfragebeantwortung an die Liste Fritz bestätigt hat? Die Landesregierung ist den Anrainern Antworten schuldig! “, stellen Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Bezirkssprecherin Isabella Gruber aus Thiersee klar.

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol brauche es bis zu den Umbauarbeiten an der B178 aber auch weitere Maßnahmen: "Tempo-, Lärm- und Schadstoffmessungen müssen endlich her!", fordert das Bürgerforum.

„Die Anrainer beklagen, dass der Verkehr zunimmt, insbesondere auch der Schwerverkehr, aber die Tempolimits nicht eingehalten werden. Entsprechende Kontrollen finden nur sporadisch statt. Ein im Herbst 2016 aufgestelltes Radargerät soll laut Auskunft der Anrainer gar nicht funktionstüchtig gewesen sein! Es erscheint vernünftig und wäre für die Anrainer eine Erleichterung, an einer derart stark befahrenen Straße regelmäßige Tempokontrollen sicherzustellen. Auch beim Lärm agieren Behörden und Landesregierung lax. Laut Auskunft von Landesrätin Felipe wurde im Gemeindegebiet von Scheffau die letzte Lärmmessung im Jahr 2011 (!) durchgeführt. An einer der höchstbelasteten Landestraßen Tirols! Es wundert nicht, dass sich die Anrainer von der schwarz-grünen Landesregierung für dumm verkauft und im Stich gelassen vorkommen. Erst recht, weil Luftgütemessungen, also Messungen wie schlecht die Luft ist, überhaupt noch nie durchgeführt wurden! Die Zeit der Ausreden ist vorbei, Tempo-, Lärm- und Schadstoffmessungen müssen endlich her!“, erklären die Liste Fritz-Abgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Isabella Gruber.

Luftgüte-Messstellen des Landes Tirol liegen im Bezirk Kufstein in Brixlegg (Innweg), Kramsach (am Angerberg), in Kundl (an der A12), in Wörgl (Stelzhamerstraße) und in Kufstein (Praxmarerstraße und Festung). Die Berichte und weitere Infos des Landes finden sie hier.
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