31.05.2017, 16:00 Uhr

Schimanek & Ranzmaier (FPÖ): TSD soll "den eigenen ‚Saustall’ aufräumen"

Christofer Ranzmaier und Carmen Schimanek wollen das TSD-Prestigeprojekt für Asylwerber in Ebbs stoppen. (Foto: Noggler/BB Archiv)

Die Freiheitliche Nationalratsabgeordnete und Gemeinderätin in Wörgl, Carmen Schimanek und Landesparteisekretär Christofer Ranzmaier kritisieren in einer Presseaussendung erneut das Flüchtlingsprojekt im Ebbser Ortsteil Waldeck (Presseaussendung, ungekürzt und unverändert).

KUFSTEIN (red). "Ein internes Schreiben bei der Tiroler Sozialen Dienste GmbH bringt äußerst pikante Details ans Licht. Dort ist die Rede von einem Finanzloch in der Höhe von sieben Millionen Euro. Darüber hinaus steht im Raum, dass Mitarbeiter gekündigt werden müssen. Dennoch planen die TSD ein umstrittenes Flüchtlingsprojekt Ebbser Ortsteil Waldeck. Die Kufsteiner FPÖ-Bezirksparteiobfrau Carmen Schimanek und Landesparteisekretär Christofer Ranzmaier fordern, dass die TSD von der Umsetzung solcher Projekte generell Abstand nehmen, solange die finanzielle Misere nicht geklärt ist: „Sie täten gut daran, wenn sie den eigenen Saustall aufräumen würden, anstatt die Bevölkerung in Waldeck sekkieren. Auch Landesrätin Baur steht hier in der Pflicht, schließlich ist sie für das Flüchtlingswesen in Tirol verantwortlich. Darüber hinaus darf man gespannt sein, was die Sonderprüfung des Rechnungshofes in der ‚Causa TSD’ noch zutage fördern wird.“
Auch der Umstand, dass in das Heim nur junge Männer kommen werden, sieht Schimanek als Problem: „Leider hat die Vergangenheit zu oft gezeigt, dass es jede Menge Schwierigkeiten geben kann, wenn wir viele junge Männer unterschiedlicher Nationalitäten zusammen unterbringen. Die Bevölkerung in Waldeck sorgt sich hier zu Recht um ihre Sicherheit. Dass die Landesregierung diese Sorgen ignoriert, ist ein Skandal.“
Ranzmaier streicht außerdem hervor, dass Waldeck kein Einzelfall bleiben wird: „Mittlerweile spricht auch der Landeshauptmann davon, dass Tirol sich für einen neuen Flüchtlingsansturm wappnen soll. Für diesen Fall müssen wir natürlich damit rechnen, dass die Landesregierung und die TSD ihren Weg des Drüberfahrens über die Bevölkerung weitergehen werden. Es wird dann weitere Gemeinden treffen.“
Schimanek und Ranzmaier wünschen sich auch beide, dass der Landeshauptmann in der Causa Waldeck aktiv wird: „Platter versteckt sich nun schon zu lange hinter Landesrätin Baur und tut so als wäre er nicht mitverantwortlich. Es ist höchste Zeit, dass er der Bevölkerung zeigt, dass er auf ihrer Seite ist und dass der neue Stil in der ÖVP auch tatsächlich existiert und nicht nur ein Gebilde aus hohlen Phrasen ist.“"
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