16.09.2014, 17:30 Uhr

Schnelles Internet bald Realität

Schwungvoller Spatenstich für den Breitbandausbau in Brandenberg.

Nach jahrelangem Warten fiel in Brandenberg am Freitag der Spatenstich für den Breitbandausbau.

BRANDENBERG (ck). Das Land Tirol investiert in den nächsten fünf Jahren 50 Millionen Euro, um die Versorgung mit schnellem Internet bis 2018 flächendeckend auszubauen. Davon profitiert nun auch die Gemeinde Brandenberg. Im Beisein von Landeshauptmann Günther Platter fand am Freitag der ersehnte Spatenstich für das Breitband statt.

800.000 Euro Investition
Bürgermeister Hannes Neuhauser war die Freude darüber anzusehen, dass in seiner Gemeinde nun endlich mit dem Bau der Breitbandverbindung begonnen wird: "Es ist ein innovatives Projekt, ein ganzes Tal zu erschließen. Über acht Kilometer Glasfaserkabel werden verlegt und 800.000 Euro bis Ende nächsten Jahres investiert. Das ist eine Infrastruktur, die für Brandenberg irrsinnig wichtig ist." Neuhauser verglich die Bedeutung des Breitbandausbaus mit dem Bau des Kanalnetzes. Durch die Baumaßnahmen ergeben sich laut Neuhauser Synergieeffekte: So werden gleichzeitig 78 neue LED-Laternen angebracht, ein Kilometer Gehsteig neu gebaut und für 59 Häuser eine Oberflächenentwässerung umgesetzt. Die Kosten dafür sind in den Gesamtkosten bereits enthalten.
"Ich hoffe, dass viele Bürgermeister dem folgen. Das Land hat uns nach ein paar Geburtswehen sehr gut unterstützt." Der Bürgermeister äußerte jedoch auch Kritik an der Politik des Landes. Auch mit schnellem Internet gebe es nämlich noch Probleme in der Gemeinde, vor allem durch die Tiroler Bauordnung. Brandenberg überarbeitet derzeit sein Raumordnungskonzept, es bestehe aber ein Mangel an Baugründen. "Diese Entwicklung ist dramatisch und dieses Problem müssen wir lösen, sonst hilft uns die ganze Infrastruktur nichts."

Vereinbarung mit TIWAG
Platter unterstrich die hohe Priorität von schnellem Internet: "Das ist ein Schwerpunkt der Landesregierung und Tirol ist in Wien in Sachen Breitbandausbau ein Vorbild." Ein Vorteil sei, dass die Infrastruktur der TIWAG durch eine Vereinbarung mit dem Land Tirol den Gemeinden kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Dadurch reduzieren sich die Kosten deutlich. Die Gemeinden würden auch genug Geld vom Land bekommen "damit der Ausbau sehr gut finanzierbar ist", so Platter. Im Fall von Brandenberg übernimmt das Land 730.000 Euro der Gesamtkosten von 800.000 Euro.
Andere Gemeinden im Bezirk werden vom Land beim Breitbandausbau ebenfalls unterstützt. Platter nannte Angath, Angerberg, Reith im Alpbachtal und Walchsee, die mit dem Breitbandausbau starten.
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