24.07.2017, 16:34 Uhr

KOMMENTAR: Fluchtursachen und wertvolle Integration

Es gibt Politiker, die meinen, mit der Schließung der Mittelmeerroute sei das Flüchtlingsproblem gelöst. Selbstverständlich wäre damit – sollte dies überhaupt umzusetzen sein – nichts erreicht worden.
Der gesunde Menschenverstand – der jedoch vor Wahlen oft ausgeschaltet wird – sagt uns, dass nur die Bekämpfung der Fluchtursachen zu einer nachhaltigen Eindämmung der Flüchtlingsströme führen kann.
Faire Handelsabkommen, die nicht dazu führen, dass die lokalen Märkte in den afrikanischen Ländern zerstört werden, zählen genauso dazu wie die Kontrolle der Waffenexporte und der Lizenzvergaben von Waffenproduktionen.
Gleichzeitig müssen jene Länder unterstützt werden, die die Hauptlast der Flüchtlingsbewegungen zu tragen haben – wie etwa der Libanon, Äthiopien, Jordanien, Kenia oder Uganda.
Nun ist es natürlich nicht die ureigenste Aufgabe von Landespolitikern, solche globalen Probleme zu lösen.
Ein Grundprinzip gilt jedoch auf allen politischen Ebenen. Eine Bekämpfung der Symp-tome und eine Politik der Abschottung – wie die Grünen zu Recht betonen – führt zu keinen Lösungen. Deshalb ist auch allen Gemeinden zu danken, die bereit waren, Asylwerber aufzunehmen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten wertvolle Integrationsarbeiten zu leisten.
Sie sind die wahren Vorbilder für eine menschenfreundliche, offene und zukunftsweisende Politik, die wir uns auch auf europäischer Ebene erwarten.
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