14.10.2014, 09:29 Uhr

Vertrag von BZÖ für Petzner

Ex-Politiker des BZÖ Stefan Petzner berät das Team Stronach. Seine Beschäftigung beim BZÖ Kärnten laufe derzeit aus (Foto: Lindner)

Stefan Petzner ist beim BZÖ Kärnten unter Vertrag. Willi Korak: "Er läuft aus."

Seit zwei Wochen präsentiert sich der ehemalige BZÖ-Abgeordnete im Nationalrat Stefan Petzner als selbstständiger Unternehmer. Gemeinsam mit dem ehemaligen Pressesprecher Heimo Lepuschitz hat er eine Agentur gegründet. Als illustrer Auftraggeber stellte sich vor knapp zwei Wochen das Team Stronach in Kärnten ein.
Klar ist allerdings auch, dass Stefan Petzner beim Kärntner BZÖ unter Vertrag ist. Das bestätigt Stefan Petzner am Montag auf Anfrage der WOCHE. Er spricht von "ein paar Monaten". Zur Erinnerung: Petzner war nach der Nationalratswahl Ende September 2013 aus der Partei ausgeschieden.
Wortkarg gibt sich die Landesleitung der Partei zum Thema. Geschäftsführer Klaus Kotschnig will gar nichts dazu sagen, sondern verweist auf die Interessensgemeinschaft im Landtag, namentlich Willi Korak.

"Vertrag läuft aus"
"Der Vertrag ist gerade am Auslaufen", so Korak zur WOCHE. Wann das der Fall sein soll, will der BZÖ-Landtagsabgeordnete "aus datenschutzrechtlichen Gründen" nicht sagen.
Zum Aufgabengebiet Petzners gibt er allerdings Auskunft. "Stefan Petzner hat uns im EU-Wahlkampf beraten, der Erfolg war aber mäßig", berichtet Korak. "Danach hat er das BZÖ Kärnten in Sachen PR und Medienarbeit beraten."
Stefan Petzner selbst spricht nicht gerne über seine Arbeit für das Kärntner BZÖ. "Ich habe Medienarbeit für die Landtagsabgeordneten gemacht", sagt er knapp.
Von einer Auflösung des Dienstverhältnisses spricht auch Petzner. "Das ist mit dem Tag passiert, an dem ich den Auftrag vom Team Stronach übernommen habe." Die Jungunternehmer Petzner und Lepuschitz wollen Landesrat Gerhard Köfer und die Landtagsabgeordneten in strategischen Fragen und Zukunftsthemen beraten.

Noch angemeldet
Auch die bloße Gründung seines Unternehmens – es spezialisiert sich auf strategische Krisenkommunikation – führt Petzner als Grund für die Vertragsauflösung mit dem BZÖ an. Wann genau das formell auch vollzogen sein wird, weiß er offenbar nicht.
"Es kann sein, dass es da Fristen gibt und es nur zum Monatsende funktioniert", gibt sich der ehemalige Politiker unwissend. Und: "Es ist schon möglich, dass ich beim BZÖ noch angemeldet bin."
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