14.11.2016, 14:57 Uhr

Kärnten ist Land der Pendler

Laut Statistik pendeln in Kärnten täglich 120.000 Personen zu ihrer Arbeit (Foto: pixabay)

Vier von zehn Kärntnern pendeln zur Arbeit. Werner Fina ist neuer Sprecher der Pendlerinitiative.

KÄRNTEN. Die Pendler-Statistik des AMS spricht eine deutliche Sprache: Demnach müssen 39 Prozent der Kärntner Arbeitnehmer ihren Wohnbezirk für ihren Beruf verlassen (siehe Infobox). "In Kärnten sind das rund 120.000 Personen", so Werner Fina. Der Landessekretär der Fraktion Christlicher Gewerkschafter ist neuer Sprecher der Pendlerinitiative des Landes – und wartet mit Forderungen auf.

"Keine höhere Mineralölsteuer"

So lehnt er die immer wieder diskutierte Erhöhung des Mineralölsteuer ab. „Für uns ist es unverständlich, dass man gerade jene Menschen, die einen weiten Weg zur Arbeit haben, zur Kasse bitten will", sagt er. Man werde entschieden dagegen auftreten. "Das ist inakzeptabel", so Fina.
Weiters fordert die Pendlerinitiative die "volle steuerliche Absetzbarkeit von Fahrtkosten" und die vereinfachte Pendlerförderung durch eine Kilometergenaue Berechnung. "Man muss auch Sorgepflichten von Eltern bei Pendlerpauschale berücksichtigen", so Fina. Außerdem spricht sich die Initiative für einen "sinnvollen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel" aus – "anstatt sie zu reduzieren", so Fina.


Auch Lob für Maßnahmen für Pendler

Der Kärntner Sprecher der Pendlerinitiative hat aber auch Lob für Maßnahmen übrig. In den letzten vier Jahren wurden mit der Erhöhung der Pendlerförderung und der Einführung des Pendlereuros wesentliche Entlastungen geschaffen", meint er. Auch die Einführung des Pendlerrechners des Finanzministerium hält Fina für grunsätzlich positiv.

Kärntner für vier Jahre gewählt

Dennoch ist er überzeugt: "Die Anliegen der Pendler brauchen ein Sprachrohr." Dafür will er in Zukunft sorgen. "Wir haben die Schwerpunkte für die nächsten Jahre festgelegt", berichtet er von der Generalversammlung. Fina ist für vier Jahre Sprecher der Initiative.

Zur Sache - Pendeln in Kärnten

In Kärnten müssen 39 Prozent der Arbeitnehmer ihren Wohnbezirk für die Arbeit verlassen.

13 Prozent der Kärntner pendeln über den Nachbarbezirk hinaus zu ihrer Arbeit.

In Spittal, Hermagor und Wolfsberg liegt der Anteil der Pendler, die über den Nachbarbezirk hinauspendeln müssen, über 30 Prozent.

Männer und Frauen sind in Kärnten vom Pendeln ungefähr gleich stark betroffen.
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