19.01.2018, 13:42 Uhr

Ständig am Schirm – Niederösterreichs Spitzenkandidaten und ihre Smartphones

Im modernen Wahlkampf ist digitale Aktivität unausweichlich. Wir haben bei den Spitzenkandidaten für die niederösterreichische Landtagswahl am 28. Jänner nachgefragt, wie viel Zeit sie mit ihren Handys verbringen (Foto: BBNÖ)

Als "Smombie" zum Wahlerfolg? Wer wochenlang im ganzen Land unterwegs ist, muss auch mobil ständig erreichbar sein. Wir haben die Spitzenkandidaten für die niederösterreichische Landtagswahl gefragt, wie viel Zeit sie mit dem Blick auf das "kleine Kastl" verbringen.

"Leider wird sie tagtäglich langsamer, die alte Kiste", ergänzt NEOS-Spitzenkandidatin Indra Collini, als sie uns erklärt, dass sie noch an ihrem Samsung Galaxy S5 festhält.


Der "Jungpolitiker" mit dem alten Nokia

Da kann nur noch Franz Schnabl, "Jungpolitiker" und SPÖ-Spitzenkandidat eines drauf setzen: "Mein Privathandy ist ein - durch sein hohes Alter - absolutes diebstahlsicheres Nokia." Beruflich vertraut Schnabl dann aber doch auf ein iPhone.



Auf Grund der Größe Niederösterreichs sei es unausweichlich, dass man täglich längere Fahrtstrecken zu bewältigen hat, sind sich die Spitzenkandidaten einig. Diese Zeit nutze man, um Rückrufe zu tätigen oder "Whatsapp-Gespräche mit Frau, Kindern und Enkel zu führen", so Schnabl.

Das Handy von heute als Schreibtisch von gestern

Bis zu fünf Stunden täglich verbringt Udo Landbauer, FPÖ, mit seinem iPhone 7. "Das Handy von heute ist so zu sagen der Schreibtisch von gestern", erklärt Landbauer. Neben Anrufen und E-Mails, gehöre auch der Blick auf Facebook und Instagram zur täglichen Routine.

"Wenn es um Modernität und Technik geht, ist es mir wichtig am Puls der Zeit zu sein", erklärt Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner warum sie auf ein iPhone 7 setzt. Das Handy ist für sie allerdings hauptsätzlich Arbeitsgerät. Bei über 100.000 Kilometern, die jährlich im Auto verbracht werden, sei es praktisch, berufliches über das Smartphone abwickeln zu können.

Die "kleinen Kontrollparteien" setzen auf Samsung

Helga Krismer, Klubobfrau und Spitzenkandidatin der niederösterreichischen Grünen, steht auch bei der Handy-Wahl im Gegensatz zu FPÖ und ÖVP (aber nah an den NEOS) und vertraut auf ihr Samsung Galaxy S6. Dass auch sie zuviel Zeit mit ihrem Smartphone verbringt, sei ihr bewusst. Doch um sich über WhatsApp, Facebook, Twitter und Co. auf dem Laufenden zu halten, muss man nunmal eine gewisse Stundenanzahl in den Blick auf das "kleine Kastl" investieren.



Auch bei Indra Collini, NEOS, ist das Handy, vor allem durch den Wahlkampf-Trubel, von morgens bis abends im Einsatz. Neben dem Bearbeiten von E-Mails und unzähligen Telefonaten, nützt sie auch praktische Alltagshelfer wie eine Stundenplan-App für ihre Kinder oder Handyparken.

So sehr sich der Alltag durch das kleine, kompakte Gerät auch erleichtern lässt, betonen Niederösterreichs Parteispitzen doch, dass der persönliche Kontakt nach wie vor im Vordergrund stehe. "Ich mag das persönliche Gespräch am liebsten", erklärt Franz Schnabl. "Der direkte Kontakt mit den Menschen steht im Mittelpunkt", fügt Johanna Mikl-Leitner an.

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