03.09.2014, 09:48 Uhr

Frauen hoch drei in der Forschung

Sandra Wartner, Verena Wieser, Noura Chelbat (v. l.). (Foto: RISC Software GmbH)
Seit einigen Jahren ist die RISC Software GmbH bemüht, die Frauenquote innerhalb der eigenen Belegschaft zu erhöhen und Frauen den Einstieg in die Softwareentwicklung zu erleichtern. Auch diesen Sommer wurde drei Studentinnen die Mitarbeit im Rahmen von geförderten Ferialpraktika ermöglicht. Sie arbeiten in unterschiedlichen Bereichen – zwei in der Forschungsabteilung Medizin-Informatik, eine in der Abteilung Advanced Computing Technologies im Bioinformatik-Umfeld.

Die drei Praktikantinnen – Sandra Wartner, Verena Wieser und Noura Chelbat – sind in jeweils unterschiedliche Projekte eingebunden. Deren Forschungsziel ist die Entwicklung von spezifischer Software um unterschiedlichste Probleme aus der Bio- und Medizin-Informatik zu lösen.

Sandra Wartner (21) arbeitet im Rahmen ihres Praktikums an der Entwicklung einer Visualisierungskomponente im Projekt CALUMMA mit, die die im System befindlichen Daten darstellen kann. Im Rahmen des Praktikums sollen auch bestehende Visualisierungsbibliotheken evaluiert werden und die geeignetsten anschließend für die Aufgabe herangezogen werden. Die Medizin-Informatik-Studentin der FH Hagenberg soll im Rahmen dieses Praktikums Einblicke in das System aber auch in die professionelle Softwareentwicklung im Allgemeinen bekommen.

Verena Wieser (24) arbeitet im Rahmen ihres Praktikums an der Weiterentwicklung von AmblyoCare (Projekt CEVD/SEE-KID) mit und erstellt dabei unter anderem die Benutzerdokumentation für das Softwaresystem. Außerdem wird sie im Bereich der automatisierten Benutzeroberflächentests das Projektteam unterstützen und verschiedene Test-Frameworks evaluieren und einsetzen. Verena Wieser, die bereits den Bachelor und Master in Medizintechnik an der FH OÖ absolviert hat, wird so im Rahmen dieses Praktikums Einblicke in die Software bekommen, aber auch allgemeine Erfahrungen in der professionellen Softwareentwicklung im medizinischen Umfeld sammeln.

Noura Chelbat (36), Doktorats-Studentin an der JKU Linz, wird einerseits ihr biologisches Wissen – sie absolvierte ein Biologiestudium - in das Projekt Mr.SymBioMath einbringen sowie andererseits durch die Tätigkeit im Rahmen des Praktikums Ihre Programmierkenntnisse erweitern. Ihre Tätigkeit zielt im Besonderen darauf ab, durch die Programmierung in Skriptsprachen wie beispielsweise (Bio)Perl Prototypen zu erstellen und damit die wissenschaftliche Validität von Ergebnissen zu überprüfen. Die Prototypen umfassen beispielsweise die Suche von evolutionären Ereignissen in Genomdaten, die durch Genomvergleiche gefunden werden können.
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