31.03.2017, 13:23 Uhr

Neuer Tiroler Landestheater-Spielplan mit großen Herausforderungen

TLT-GF Markus Lutz und Intendant Johannes Reitmeier

Gute Bilanz für das laufende Spieljahr am Tiroler Landestheater, Intendant Reitmeier führt das TLT in die 50. Spielzeit.

"Für uns ist eine Programmerstellung immer eine spannende Geschichte", gesteht TLT-Intendant Johannes Reitmeier, der für die nächsten fünf Jahre dem Tiroler Landestheater als Intendant zur Verfügung steht. Und er sieht das Theater als wichtigen Teil der Gesellschaft. "Theater muss aktuelle Strömungen aufnehmen, Theater ist aber bereits durch seine Existenz politisch. Und Theater ist ein Ort der freien Meinungsäußerung, der gegen Radikalismen und Rassismus ankämpft", ist er überzeugt. "Je mehr Menschen das Theater besuchen, umso mehr Menschen befinden sich am richtigen Weg", sagt Reitmeier.
Das Programm der neuen Spielzeit ist durchaus im Stande, noch mehr Menschen ins Landestheater zu locken. Sowohl im Genre Oper – es kommen"Rienzi", "La Gioconda", die "West Side Story" "Martha" oder "Hoffmanns Erzählungen" –  als auch im Schauspiel – Kranewitters "Andre Hofer" kehrt ans Große Haus zurück, es gibt "Faust I" und "Der nackte Wahnsinn" – finden die Besucher herausfordernde Werke.
Enrique Gasa Valga wird "Macbeth" inszenieren, probt derzeit an der Ballettoper "Orphee et Euridice" und plant "Masterpieces" von Ohad Naharin.
Die Kammerspiele in der Messe bringen etliche Gustostückerln. Als weitere Herausforderung bezeichnet Reitmeier die Uraufführung von "Totenfrau" von Bernhard Aichner, Lisa Hörtnagl wird Blum spielen.

Chefdirigent gesucht

Das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck vollendet seinen Beethovenzyklus mit seiner 9. Symphonie und bringt ein abwechslungsreiches Programm mit. Durch den Abgang von Chefdirigent Francesco Angelico werden acht unterschiedliche Dirigenten zu den Konzerten eingeladen, um so einen neuen TSO-Chef zu finden.
TLT-GF Markus Lutz ist mit dem laufenden Spieljahr zufrieden. So hat das TLT mit 8.359 Abonnenten den bisherigen Höchststand, die Auslastung beträgt knapp 90 Prozent, 180.000 Besucher wurden gezählt. Die Abopreise werden um 3 Prozent erhöht, es gibt ein neues Premieren-Abo und das App "Ticket Gretchen" sollte vermehrt junges Publikum ins Theater locken.

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