17.11.2017, 13:47 Uhr

Grüne: Natura 2000 ist wichtige Zukunftsfrage des Umweltschutzes in Tirol

Mair: "Wertvolle Natur- und Kulturlandschaften erhalten."

KO Mair: „Werden aufzeigen welche Partei für die Umwelt ist und welche dagegen“

TIROL. Die Tiroler Grünen freuen sich heute darüber, dass Natura 2000 in Österreich nach monatelangem österreichweitem Stillstand wieder Fahrt aufgenommen hat. Gerade für Tirol seien wichtige Schutzgüter betroffen, so der Grüne Klubobmann Gebi Mair. „Die Osttiroler Gletscherbäche sind ein einzigartiges Naturjuwel. Die Tiroler Bergmähder sind eine Kulturlandschaft, die in Mitteleuropa ihresgleichen sucht. Und dass der Piz Val Gronda ein besonderer Fleck Tiroler Erde ist, wissen eigentlich auch alle“, unterstreicht Gebi Mair.

Die Haltung der Tirolerinnen und Tiroler zum Umweltschutz sei klar: „Wenn man die Tirolerinnen und Tiroler fragt, ob sie wertvolle Natur- und Kulturlandschaften erhalten wollen, dann antworten sie in großer Mehrheit mit Ja.“ Natura 2000 sei eine Auszeichnung für die europaweite Bedeutung von Lebensräumen und schützenswerten Arten. „Gerade die intakten Lebensräume machen Tirol unter anderem auch aus. Hier sollten wir uns für die europaweite Aufmerksamkeit für unsere tolle Natur bedanken“, sieht Gebi Mair die Anstrengungen für den Schutz positiv.

Erhebung fortsetzen

Für Natura 2000 sei es nun wichtig, die fachlichen Erhebungen weiter fortzusetzen. Im Frühjahr 2018 sollte es möglich sein, auf fachlicher Grundlage jene Gebiete zu nominieren, die bereits seit dem Mahnschreiben der EU-Kommission aus dem Jahr 2013 als hervorragend geeignete Schutzgebiete bekannt sind.
Auch abseits von Natura 2000 toben in Tirol derzeit heftige politische Kämpfe um Ressourcennutzung. Schlussendlich gehe es auch um die Frage, wem das Land gehöre, so die Grünen. Die schwarzgrüne Landesregierung hat eine Kraftwerks-Tabustrecke am Inn in Begutachtung geschickt. Die Stadt Innsbruck spricht sich gegen eine Unterschutzstellung aus, während der WWF eine Ausweitung der Tabustrecken fordert. Die Grünen selbst hatten sich stets für weitere Tabustrecken ausgesprochen. „Wir Grüne werden auch in den kommenden Monaten aufzeigen, welche Partei in Tirol für echten Schutz der Tiroler Natur kämpft und handfeste Fortschritte vorweisen kann und wer sich andererseits mit schönen Worten begnügt“, wird der Grüne Klubobmann abschließend deutlich.
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