10.06.2017, 17:36 Uhr

Generationenwechsel - Philip Wohlgemuth zum neuen ÖGB-Tirol-Vorsitzenden gewählt

Otto Leist gratulierte seinem Nachfolger Philip Wohlgemuth (Foto: ÖGB Tirol/Feneberg)

Verbesserung der Bildung, aktive Arbeitspolitik und Stärkung der innerbetrieblichen Mitbestimmung als Ziele

TIROL. Der vida-Landesgeschäftsführer Philip Wohlgemuth wird künftig an der Spitze der Tiroler Gewerkschaftsbewegung stehen. Er wurde heute im Rahmen der 26. Landeskonferenz von den rund 200 Delegierten mit 83% zum neuen Vorsitzenden des ÖGB Tirol gewählt. Wohlgemuth folgt Otto Leist nach, der der Tiroler Gewerkschaftsbewegung während der letzten sieben Jahre vorgestanden hatte.

Leist bezeichnete das Wiedererstarken der Tiroler Sozialpartnerschaft, das kontinuierliche Mitgliederplus während der letzten sieben Jahre und die Lohnsteuersenkung als Höhepunkte seiner Periode als Vorsitzender. In dieser Zeit konnte der ÖGB Tirol einen konsequenten Mitgliederzuwachs verzeichnen, von 59.543 Mitgliedern im Jahr 2010 auf 62.770 Mitglieder im Jahr 2016. Leist gratulierte seinem Nachfolger: „Ich freue mich sehr über die Wahl von Philip Wohlgemuth. Er ist ein Vollblutgewerkschafter, der die Tiroler Gewerkschaftsbewegung mit seiner über 15jährigen Erfahrung und seiner Fachkenntnis bestens vertreten wird.“

Langjähriger Gewerkschafter

Der 30jährige Innsbrucker Philip Wohlgemuth ist gelernter Hotelkaufmann und der Gewerkschaftsbewegung seit mittlerweile 15 Jahren verbunden. Er engagierte sich zunächst ehrenamtlich als Landesjugendvorsitzender der damaligen Gewerkschaft HGPD (später Gewerkschaft vida). 2007 wechselte er in den hauptamtlichen Bereich und wurde Landesjugendsekretär des ÖGB Tirol, 2011 bis 2013 war er als Sekretär bei der Gewerkschaft vida beschäftigt. 2013 übernahm er deren Landesgeschäftsführung.
Wohlgemuth nannte erste Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit: „Um in Zukunft am Arbeitsmarkt positiv zu bestehen, müssen wir einen Blick Richtung alternsgerechte Arbeitsplätze und Gesundheit am Arbeitsplatz werfen. Es sollte zusätzliches Geld in die aktive Arbeitsmarktpolitik fließen, ebenso in soziale Infrastruktur wie Pflege und Bildung. Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, eine Attraktivierung der Lehrausbildung und die Stärkung der innerbetrieblichen Mitbestimmung - sprich der BetriebsrätInnen - sind wichtige Faktoren, um unsere Arbeitswelt auch für kommende Generationen fair zu gestalten. Dafür ist auch ein Zusammenrücken der ArbeitnehmerInnenvertretungen und der Sozialpartner in Tirol besonders wichtig.“

Das ÖGB-Tirol-Präsidium wird künftig komplettiert von Gerhard Seier, Christian Hauser, Erika Landers, Robert Koschin, Mag. Michael Glaser und Pia Lindner.
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