29.06.2017, 08:30 Uhr

Kommentar: Schulschluss mit rauchendem Kopf

Leonie Sellner, jugendliche Querdenkerin
WIEN. Der Schulschluss steht vor der Tür. Was für die einen schon seit Wochen Grund zur Freude ist, war nicht nur für mich gerade in den vergangenen Tagen verdammt harte Arbeit. Denn die Zeit vor den Ferien ist für viele Schüler wohl die anstrengendste im ganzen Jahr. Man versucht innerhalb kurzer Zeit, noch schnell alle Noten auszubessern oder drohenden Fünfern zu entkommen. Und jedes Jahr sagt man zu sich selbst, dass man nächstes Schuljahr ganz sicher mehr dafür machen wird – mit dem Ergebnis, dass man im Juni erneut um gute Noten kämpft.

Okay, das ist vielleicht nicht bei allen so, aber ich zähle mich zu der Art Schüler, die erst unter Druck richtig Gas geben. Während draußen die Sonne scheint und alle in Ferienstimmung sind, sitzen solche Exemplare wie ich am Schreibtisch und lernen, was das Zeug hält. In meinem Fall glücklicherweise mit Erfolg. Doch die richtige Prüfung kommt erst im kommenden Schuljahr. Da muss ich mich entscheiden, was ich nach der 4. Klasse machen will und ganz ehrlich: Welche 13- oder 14-Jährige weiß schon genau, was sie einmal beruflich machen will und wo die Talente liegen? Es gibt viel zu viele Möglichkeiten! Und das Schlimmste: Die Entscheidung, die man trifft, wirkt sich auf das gesamte Leben aus – nicht gerade wenig Druck für einen Teenager. In meinem Fall hoffe ich einfach mal auf eine Eingebung im Schwimmbad. Vielleicht hilft ja ein Sprung ins kalte Wasser, um kühlen Kopf zu bewahren. In diesem Sinn: Schöne Ferien an alle!
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