Stattistik für das Jahr 2018
BH Landeck: Zahl der Anzeigen gesunken

Auch im Jahr 2018 zog die Polizei wieder zahlreiche "Sünder" aus dem Verkehr.
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LANDECK (otko). 140 Führerscheine wurden 2018 wegen Alkohol am Steuer entzogen. Merklicher Rückgang bei Waffenbesitzkarten.

Weniger Anzeigen

Interessante statistische Daten der Bezirkshauptmannschaft Landeck über das abgelaufene Jahr 2018 hat BH-Stellvertreter und Referatsleiter Mag. Siegmund Geiger vorgelegt. Die Abteilung Verkehr & Sicherheit hob im Jahr 2018 im Rahmen der Anzeigenbearbeitung 2,57 Millionen Euro an Strafgeldern ein – 2017 waren es noch 2,72 Mio. Euro. Knapp 1,84 Mio. Euro an eingehobenen Strafgeldern fallen dabei auf Übertretzungen nach der Straßenverkehrsordnung (StVO), wie z.B. Geschwindigkeitsüberschreitungen, Falschparken oder unerlaubtes Überholen.
"Die Strafgelder aus den Übertretungen kommen dem jeweiligen Straßenerhalter zugute. 463.278 Euro wurden an die ASFINAG, 954.000 Euro an das Land Tirol und 178.000 Euro an die Gemeinden überwiesen", erläutert Geiger. Weitere 375.000 Euro wurden nach dem Kraftfahrgesetz verhängt, 90.000 Euro an Mautübertretungen, 10.300 nach dem Güterbeförderungsgesetz sowie 313.000 Euro nach dem Führerscheingesetz inklusive IG-L-Strafen (so genannter"Lufthunderter").
Insgesamt wurden 44.292 Anzeigen bearbeitet (2017: 45.834). "Der Rückgang gegenüber 2017 lässt sich erklären, da dort der Arlbergtunnel saniert und der Verkehr über den Arlbergpass umgeleitet wurde. Durch die verstärkten Kontrollen wurden 2017 allein 2.400 Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das LKW-Fahrverbot am Arlbergpass verhängt", erläutert Geiger.

Mehr Führerschein-Entzüge

Was die Zahl der Führerscheinentzüge angeht, macht Referatsleiter Geiger auf 236 Entzüge im Jahr 2018 aufmerksam – 30 mehr als im Jahr davor. 140 Führerscheine wurden wegen Alkohol am Steuer entzogen (2017: 123 Entzüge). Wegen zu hoher Geschwindigkeit wurden 2018 64 Führerscheine (2017: 54) und wegen des Nichtbesuchs einer verordneten Nachschulung neun Führerscheine abgenommen. "Hier handelt es sich um eine gewisse Erziehungsmaßnahme. Mein Appell ist es bei Alkoholkonsum das Fahrzeug stehen zu lassen und sich aus Gründen der Verkehrssicherheit an die Geschwindigkeitsbeschränkungen zu halten", so Geiger. Zudem ist auffallend, dass im vergangenen Jahr vier Personen ohne Lenkerberechtigung unterwegs waren. Zwei Personen, die nach dem Suchtmittelgesetz verurteilt wurden, ist der Führerschein entzogen worden.
2018 erteilte die Behörde 151 Genehmigungen (2017: 188) für Baustellen auf den Straßen im Bezirk.

Reisedokumente prüfen

Die Servicezone meldet 4.317 ausgestellte Reisepässe (2017: 5.277). 1.529 Personalausweise (2017: 1.589) und 75 Notpässe (2017: 83) wurden beantragt. Dazu gab es 2018 insgesamt 205 Verlustmeldungen von Dokumenten. "Es empfiehlt sich noch vor Beginn der Urlaubszeit den Antrag zu stellen. Die Leute sollen daher bereits bei der Urlaubsplanung immer die Gültigkeit ihrer Dokumente überprüfen", appelliert Geiger.
3.175 Führerscheine wurden ausgestellt (2017: 3.029), wovon 602 auf Ersterteilungen (2017: 562) fallen, und insgesamt 112 Wunschkennzeichen (2017: 143) ausgestellt. Zudem wurden auch 459 Radfahrausweise für Schüler ab 10 Jahren von der Behörde ausgestellt. Auch die Ausstellung von 138 Jagdkarten (2018: 163) und 1181 Fischereikarten (2017: 170) weist die Statistik auf.

Weniger Waffenbesitzkarten

Im Bereich Waffen wurde 2018 zehn Waffenpässe (2017: 27) ausgestellt sowie 33 Waffenbesitzkarten (2017: 72) und 87 EU-Faustfeuerpässe (2017: 117). "Dies ist ein merklicher Rückgang und offenbar ist das subjektive Sicherheitsempfinden nach der Flüchtlingsthematik wieder zurückgekehrt", konstatiert der BH-Stellvertreter. Gestiegen sind in dem Bereich aber die Waffenüberprüfungen durch die Polizei von 104 im Jahr 2017 auf 255.

Mehr Kirchenaustritte

Auch bei Kirchenaustritten liegt der Bezirk im aktuellen Trend in der Diözese Innsbruck. Im vergangenen Jahr traten 156 Personen aus – 26 mehr als im Jahr davor.
2018 verzeichnete die Bezirkshauptmannschaft 730 Vereine (2017: 732). 21 neue Vereine wurden gegründet, fünf behördlich aufgelöst und 21 lösten sich freiwillig auf.
"Als Gesamtfazit bleibt anzumerken, dass wir keine auffallenden und gravierenden Änderungen haben. In der behördlichen Statistik haben wir es mit ganz normalen Schwankungen zu tun", erklärt Geiger die vorliegenden Zahlen.

Auch im Jahr 2018 zog die Polizei wieder zahlreiche "Sünder" aus dem Verkehr.
BH-Stv. Siegmund Geiger sieht bei den behördlichen Statistiken 2018 keine gravierenden Ausreißer.
Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

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