3 Niederländer betroffen
Lawinenabgang in Fiss: 71-Jähriger stirbt, zwei verletzt

Lawineneinsatz auf der gesperrten Adlerroute in Fiss am Mittwochvormittag.
Rettungskräfte und Hubschrauber stehen im Einsatz, die Suche nach weiteren Verschütteten läuft. | Foto: Heidegger / Symbolbild
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  • Lawineneinsatz auf der gesperrten Adlerroute in Fiss am Mittwochvormittag.
    Rettungskräfte und Hubschrauber stehen im Einsatz, die Suche nach weiteren Verschütteten läuft.
  • Foto: Heidegger / Symbolbild
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Im Skigebiet der Fisser Bergbahnen ist es am Mittwochvormittag zu einem Lawinenabgang gekommen. Betroffen war die gesperrte Skiroute „Adlerroute“ auf der Nordseite im Ortsgebiet von Fiss. Nach ersten Informationen werden drei Verschüttete vermutet. Ein Betroffener konnte bereits lebend gerettet werden, die Suche nach weiteren Personen läuft auf Hochtouren.

Update (20:40): Zu dem Lawinenunglück im Skigebiet Fiss sind nun weitere Einzelheiten bekannt. Bei den Betroffenen handelt es sich um drei Niederländer im Alter von 71, 41 und 34 Jahren, darunter Vater und Sohn. Die Gruppe war im freien, ungesicherten Skiraum auf der Nordseite in Richtung „Lader Urgalpe“ unterwegs und löste dabei gegen 11:00 Uhr eine rund 50 Meter breite Schneebrettlawine aus.

Die beiden jüngeren Männer trugen ein LVS-Gerät. Der 41-Jährige wurde teilverschüttet, konnte sich selbst befreien, den Notruf absetzen und den 34-Jährigen orten sowie ausgraben.

Der 71-Jährige wurde erst nach rund einer Stunde von einem Lawinensuchhund etwa 300 Meter unterhalb des Anrisses gefunden. Trotz rund 20-minütiger Reanimation durch die Notärzte verstarb der Mann noch vor Ort. Der Leichnam wurde mit dem Hubschrauber des Innenministeriums ins Tal geflogen.

Der 41-Jährige wurde ins Krankenhaus Zams geflogen, der 34-Jährige zu einem lokalen Arzt im Tal. Im Einsatz waren mehrere Hubschrauber, Bergrettungskräfte mit Lawinensuchhunden, Alpinpolizei, Polizei sowie Mitarbeiter der Bergbahnen.

Im Einsatz:
- 3 Notarzthubschrauber
- 1 Hubschrauber des Innenministeriums
- Mitglieder der Bergrettung Fiss und Ried im Oberinntal
- 3 Lawinensuchhunde der Bergrettung Tirol
- Schilehrer der Schischulen, Ersthelfer
- 5 Alpinpolizisten der Alpinpolizei Bezirk Landeck
- 2 Polizeistreifen und 1 Tatortbeamter
- Pistenretter und Mitarbeiter der Bergbahnen Fiss

UPDATE (16:12): Nach dem Lawinenabgang im Bereich der Adlerroute gibt es nun traurige Gewissheit: Eine der drei verschütteten Personen ist verstorben. Der Lawinenabgang hatte sich gegen 11:00 Uhr ereignet. Die letzte verschüttete Person wurde gegen 12:00 Uhr von den Einsatzkräften lokalisiert und von den Schneemassen befreit. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verliefen diese erfolglos.

Eine weitere betroffene Person wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen, eine dritte zur medizinischen Abklärung zu einem örtlichen Arzt gebracht.

UPDATE (12:55): Der Einsatz nach dem Lawinenabgang im Bereich der gesperrten Adlerroute ist inzwischen abgeschlossen. Alle drei verschütteten Personen konnten von den Einsatzkräften lokalisiert und gerettet werden.

Eine Person blieb unverletzt. Eine zweite wurde mit dem Rettungshubschrauber zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus geflogen. Beim dritten Patienten ist der gesundheitliche Zustand derzeit noch unklar, die medizinische Versorgung läuft.

FISS. Großeinsatz der Rettungskräfte. Der Lawinenabgang ereignete sich gegen 11:00 Uhr im Bereich der Adlerroute, die zum Zeitpunkt des Vorfalls gesperrt war. Nach derzeitigen Erkenntnissen dürften drei Personen in das gesperrte Gebiet eingefahren sein. Kurz darauf ging im betroffenen Hang eine Lawine ab. Der genaue Hergang ist noch unklar. Unmittelbar nach Eingang der Meldung wurde die Rettungskette aktiviert. Neben der Pistenrettung stehen die Bergrettung sowie ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Der Helikopter unterstützt die Suchmaßnahmen aus der Luft und bringt Einsatzkräfte sowie Ausrüstung in den schwer zugänglichen Bereich.

Insgesamt standen rund 50 Personen im Einsatz, darunter Mitarbeiter der Bergbahnen sowie Kräfte der Bergrettung und weiterer Hilfsorganisationen. Durch das rasche und koordinierte Zusammenwirken aller Beteiligten konnten die Such- und Bergungsmaßnahmen zügig durchgeführt werden.

Foto: pixabay/_anaposa_/Symbolbild

Gebiet weiträumig abgesperrt

Der betroffene Bereich wurde umgehend abgesperrt. Wintersportlerinnen und Wintersportler werden eindringlich ersucht, Sperren und Hinweisschilder strikt zu beachten. 

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Foto: pixabay/markuspiske
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