TERRA RAETICA
Terra Raetica unter Sternen

Bild 1374: Um 16 Uhr konnte ich am 27.09.2019 noch guter Hoffnung sein, dass ein Blick in den Weltall möglich sein wird. Hier die Aussicht in Richtung Westen zum Hohen Riffler und zum Arlberg (in den Wolken).
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  • Bild 1374: Um 16 Uhr konnte ich am 27.09.2019 noch guter Hoffnung sein, dass ein Blick in den Weltall möglich sein wird. Hier die Aussicht in Richtung Westen zum Hohen Riffler und zum Arlberg (in den Wolken).
  • Foto: © by Ing. Günter Kramarcsik
  • hochgeladen von Günter Kramarcsik

Die Sternwarten am Gipfel des Krahbergs (2.224 m Gipfel im Venetmassiv) und auf der Berghütte Maseben (2.267 m) im Langtauferer Tal am Reschen wurden heuer in Betrieb genommen.

Das Thema Sternenbeobachtung berührt viele Menschen und es gibt zu diesem Thema eine gut vernetzte Gemeinschaft an interessierten Menschen. In der Terra Raetica- Region gibt es noch Plätze, die für die Beobachtung des Nachthimmels sehr gut geeignet sind.

Auf Grund der Höhenlagen ist die Lichtverschmutzung sehr gering. Die Höhenlage ist auch Garant dafür, dass die Lufttemperatur niedriger ist als in tiefen Lagen und somit ist auch weniger Luftfeuchtigkeit vorhanden und damit verbunden ist eine klare Sicht garantiert. Darüber hinaus ist auch die notwendige Infrastruktur vorhanden von der Erschließung bis zur Unterbringung, Sanitäranlagen und Gastronomie.

Aus diesem Grund wurde am Venet und in Maseben jeweils eine Möglichkeit für die Sternenbeobachtung geschaffen. Der Tourismus in der Terra Raetica- Region bekommt mit diesem Angebot eine Möglichkeit neue Zielgruppen anzusprechen. Aber nicht nur die Zielgruppe der Sternebeobachter sind als Gäste sehr interessant, sondern auch die Bevölkerung hat ein großes Interesse am nächtlichen Sternenhimmel. Das vorliegende grenzüberschreitende Projekt eröffnet eine neue Perspektive im Tourismus und führt auch zu einer Steigerung der lokalen Wertschöpfung.

Das erwartete Ergebnis besteht primär in einer stärkeren Auslastung der Tourismusbetriebe und der Bergbahn. Des Weiteren wird durch die gemeinsame Schulung von Sterne- Führerinnen und Führer nicht nur die die Zusammenarbeit, sondern auch der Austausch forciert.

In weiter Umgebung ist ein derartiges Angebot nicht gegeben und das führt zu einem Alleinstellungsmerkmal! Am Venet entstand laut den Betreibern die erste größere Volkssternwarte Tirols! Mit dem Spiegelteleskop mit rund 60 Zentimetern Durchmesser für die Nacht und einem Linsenteleskop mit 10 Zentimetern Durchmesser kann man auch am Tag ohne zusätzlicher Schutzmaßnahmen für die Augen die Sonne beobachten. Gemäß Auskunft des Vorstandes kann man hier bis zu einer Entfernung von 1 Milliarde Lichtjahre in den Weltall blicken. Ein Lichtjahr entspricht einer Entfernung von 9,4605 Billionen km!

Wie sieht eigentlich eine Galaxie aus? Das was wir bis jetzt von einem Planetarium kennen, wurde nun in Echt und in voller Größe in der Sternwarte auf dem Venet und in Maseben zur Realität. In der Venet- Sternwarte (Venet- Observatorium) sind die Teleskope im Obergeschoss montiert. Im Untergeschoss sind zwei große Bildschirme, wo man auch das zu sehen bekommt, was man oben im Teleskop sieht. Darüber hinaus gibt es bei zu großen Andrang auch noch eine Möglichkeit der Übertragung auf eine Großleinwand im Seminarraum der Gipfelhütte.

Projektträger war zu Beginn der TVB TirolWest, welcher aus steuerlichen Gründen die Projektträgerschaft jedoch der Venetbahn AG abgetreten hatte! Finanziert wurde die Sternwarten als Interreg-Mittel-Projekt Italien-Österreich von RegioL und Partnern (Gemeinden und TVB).

Heute ist auch der Tag der offenen Tür am Venet:
Ab 13 Uhr bis 23:00 Uhr geben die Sternen- Guides einen Einblick in den Himmel und liefern Erklärungen zur Sternwarte und zu den beobachteten Himmelskörpern. So lange die Sonne scheint kann man auch einen Blick in die Sonne werfen und die Gasexplosionen (Protuberanzen) beobachten. Alle Beobachtungen können auch fotografiert werden, denn für alle gängigen Spiegelreflexkameras sind entsprechende Adapter vorhanden. Außerhalb der normalen Öffnungszeiten der Bahn werden zusätzliche Berg- und Talfahrten um 18°° und 19°° und 23°° Uhr angeboten. Himmel ist heute wolkenlos und es wird sich lohnen, auf den Berg zu fahren!

Auf der Berg- und Talstation und an den Kassen liegen Flyer auf, welche über die wichtigsten astronomischen Ereignisse von September 2019 bis Ende 2022 informieren.

ANMERKUNG ZU DIESEN WELTRAUMFOTOS:
Wegen des schwachen Lichtes der meisten Himmelskörper werden beim Blick durch das Teleskop die Farben kaum sichtbar. Nur mit Fotoaufnahmen werden diese sichtbar. Siehe dazu auch einen früheren Beitrag unter dem Titel "Der Mond hat Farbe - unglaublich aber wahr!" Diese Weltraumfotos sind vom Bildschirm im Erdgeschoss, jedoch wurden sie alle mit dem "Venet- Teleskop" von Dr. Span (Projektbetreuer) fotografiert.

Autor:

Günter Kramarcsik aus Landeck

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