Liste Fritz
"Applaus für Pflegekräfte ist verhallt"

  • Forderung nach gleichen Rahmenbedingungen im Pflegebereich: Liste Fritz Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider (li.) und Landtagsabgeordneter Markus Sint
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LANDECK (sica). Bei einem Besuch im Bezirk Landeck machte Andrea Haselwanter-Schneider, Klubobfrau der Liste Fritz, auf Ungleichheiten im Pflegedienst aufmerksam. Sie fordert eine Arbeitszeitverkürzung für Landes- und Gemeindvertragsbedienstete im Gesundheitswesen.

Unterwegs in Tirol

"Wir sind zwei von 36 - Das ist nicht die Mehrheit aber wir sind gut im Aufzeigen und Druck machen", sind sich Andrea Haselwanter-Schneider, Klubobfrau und Markus Sint, Landtagsabgeordneter der Liste Fritz sicher. Derzeit touren sie durch Tirol, um bei einer Mischung aus Fachgesprächen und Betriebsbesichtigungen Eindrücke in ihre politische Arbeit mitzunehmen. 

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Forderung: Arbeitszeitverkürzung umsetzen

"Im vergangenen Jahr wurde kräftig für die Leistungen der Pflegekräfte applaudiert - Nach der Hochphase der Krise ist der Applaus verhallt, die Problematiken sind aber nach wie vor da",

ist sich Klubobfrau der Liste Fritz, Andrea Haselwanter-Schneider sicher.
"Wir müssen dringend an der Wertschätzung von und an den Rahmenbedingungen für Pflegekräfte arbeiten, um in Zukunft in diesem Thema gut aufgestellt zu sein". Dafür gäbe es nicht die ultimative Lösung, sondern es müsse an mehreren Ansätzen gearbeitet werden. Die Liste Fritz fordert als eine Maßnahme die Reduktion der Arbeitszeit analog zum SWÖ (Sozialwirtschaft Österreich) Kollektivvertrag für jene Personen, die nach dem Gemeinde- bzw. Landesvertragsbedienstetengesetz angestellt sind. Im SWÖ Kollektivvertrag wird die wöchentliche Arbeitszeit von derzeit 38 Stunden auf 37 Stunden ab dem Jahr 2022 reduziert. Die Gemeinde- und Landesvertragsbediensteten arbeiten 40 Wochenstunden.

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Pflegekräfte sind am Limit

Der eingebrachte Antrag wird in der nächsten Landtagssitzung im Oktober zur Abstimmung kommen, dabei erwartet sich Klubobfrau Haselwanter-Schneider "breite Zustimmung". Das Ziel, eine Gleichstellung beim Pflegepersonal zu erreichen, sei auch laut LA Markus Sint eine wichtige Maßnahme:

"Es ist eine Branche, in der viele Arbeitskräfte notwendig sind. Es müssen gleiche Rahmenbedingungen für alle geschaffen werden".

Der Pflegebereich sei ohnehin ein riesen Thema, bei dem "Baustellen ohne Ende" zu bewältigen seien, so Sint. Psychisch und physisch sind die Pflegekräfte absolut am Limit, wie eine Befragung des Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) hat im März und April 2021 von 2470 Pflegepersonen, die in Krankenhäusern tätig sind, zeigt: Ganze 45 Prozent der Pflegepersonen denken über einen Berufsausstieg nach. Für fünf Prozent der Befragten ist dieser Berufsausstieg bereits beschlossene Sache. Rund 127.000 Personen arbeiten im Akutbereich oder in der Langzeitpflege. Der Bedarf wird weiterhin zunehmen, obwohl jetzt schon ein deutlicher Mangel an Pflegekräften besteht - Das Land Tirol gibt an, dass alleine in Tirol bis zum Jahr 2030 7.000 zusätzliche Pflegepersonen gebraucht werden. "Es braucht einen Kraftakt, um das irgendwie stemmen zu können", sind sich Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint einig.

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