Ischgl: Weltrekordträchtig ins Skigebiet

Die windstabile Dreiseilumlaufbahn überwindet mit 1.251 Höhenmetern weltweit den größten Höhenunterschied.
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  • Die windstabile Dreiseilumlaufbahn überwindet mit 1.251 Höhenmetern weltweit den größten Höhenunterschied.
  • Foto: TVB Paznaun-Ischgl
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ISCHGL. Ischgl präsentiert in der Wintersaison 2014/15 eine große technische Neuheit. Am 27. November 2014, dem ersten Skitag, geht die neue Pardatschgratbahn in Betrieb. Sie befördert Wintersportler direkt aus dem Ortskern in weniger als zehn Minuten auf den 2.624 Meter hohen Pardatschgrat – weltrekordträchtig, ohne Zwischenstation. Die windstabile Dreiseilumlaufbahn überwindet mit 1.251 Höhenmetern weltweit den größten Höhenunterschied. Schwindelfrei sollten die Gäste allerdings sein, denn der höchste Bodenabstand beträgt 138 Meter. 31 Gondeln befördern je 28 Personen in eigens für Ischgl entwickelten Kabinentypen ins Skigebiet. Diese bieten mehr Komfort mit Sitzplätzen für alle Mitfahrer. Mit einem Investitionsvolumen von ca. 70 Mio. Euro in zwei Jahren, hat die Silvrettaseilbahn AG also keine Kosten und Mühen gescheut, um das Qualitätsangebot der Silvretta Arena noch weiter zu verbessern.

Beliebte Abfahrten am Pardatschgrat noch besser erschlossen

Auslöser für den Bau der neuen Bahn waren die Gondelkapazitäten der alten Pardatschgratbahn, die über zwei Teilstrecken auf den Berg führte. Die voll besetzten 4er Gondeln von der Talstation kommend, lösten vor allem in den Vormittagsstunden Wartezeiten an der Mittelstation aus. Um den Service für die Gäste zu erhöhen, entschied sich die Silvrettaseilbahn AG daher dazu, den unteren Teil der alten Einseilumlaufbahn abzutragen und eine komplett neue Bahn ohne Zwischenstation zu errichten – die neue Dreiseilumlaufbahn. Die obere Sektion der alten Bahn blieb erhalten und läuft nun unter dem Namen 4-MGD Pardoramabahn von der alten Mittel- bis zur Bergstation weiter. So können die attraktiven Abfahrten vom Pardatschgrat zur Mittelstation und im Velill ohne Wartezeiten befahren werden.

Neue Tal- und Bergstation

Die Planung der Talstation war aufgrund der engen Platzverhältnisse im Tal eine große Herausforderung. Sie ist nun zweigeteilt und gliedert sich in den Infrastrukturtrakt - mit Kassen, Skidepots, Shops und Verleihstationen – und den Seilbahntrakt mit Gondelgaragierhalle. Durch eine großzügige Brücke sind die Trakte miteinander verbunden, Aufzug und Fahrtreppen bringen Gäste von einer Ebene in die nächste. Die Bergstation für die neue Bahn wurde östlich an das bestehende Bergstationsgebäude der Einseilumlaufbahn angebaut und ermöglicht eine barrierefreie Verbindung zum Restaurant Pardorama.

Technikbegeisterte können den Bau der Pardatschgratbahn auf http://bautagebuch.ischgl.com verfolgen.

Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

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