Informationsabend
"Konzepte gegen Cybercrime" für jedermann erklärt

Die Vertreter der Raika mit Oliver Hietz (3.v.r.) und WK-Obmann Michael Gitterle. | Foto: Thomas Seelos
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  • Die Vertreter der Raika mit Oliver Hietz (3.v.r.) und WK-Obmann Michael Gitterle.
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Die Möglichkeiten, wie Kriminelle das Internet für ihre Zwecke missbrauchen und bei Unternehmen sowie Privatpersonen großen Schaden anrichten, waren kürzlich Inhalt eines Vortrages im Stadtsaal Landeck.
LANDECK (tos). Die Raiffeisenbanken des Bezirkes Landeck luden ihre Kunden zu diesem Informationsabend ein. Vortragender war Oliver Hietz, Gründer und Chef der "Agentur Cyberschutz", der sich über Jahrzehnte bei der Polizei mit der Thematik auseinandergesetzt hat und schließlich sein eigenes Unternehmen gründete.

"Wir haben bei unseren Kunden immer wieder Schadensfälle durch solche Täter. Leider ist die Chance, das Geld wieder zurückzubekommen, sehr gering. Oft ist es ja auch überhaupt nicht mehr da",

erklärt Roger Klimek, Vorstand der Raiffeisenbank Oberland-Reutte.
Auch der Landecker Wirtschaftskammerobmann Michael Gitterle nahm an dem Vortrag teil:

"Ich weiß aus meinem näheren Umfeld, dass dieses Thema längst auch bei uns angekommen ist. Die Gefahr wird nach wie vor unterschätzt und ich bin froh, dass wir heute erfahren werden, was wir selbst dagegen machen können."

Oliver Hietz machte bereits eingangs klar, dass es bei Privatpersonen sehr schwer bis unmöglich ist, den Schaden zu beheben.

"Bei Unternehmen ist das Thema viel umfassender. Dort ist ja auch der Datenklau oft existenzbedrohend und häufig müssen Lösegelder gezahlt werden, um das Unternehmen zu retten",

erklärt der Experte. Derzeit seien es in Österreich vier größere Unternehmen, welche mit solchen Angriffen konfrontiert sind.

"Das Besondere an unserer Tätigkeit ist, dass wir uns ständig weiterentwickeln müssen, da uns die Täter immer einen Schritt voraus sind. Sie sind ja an keine Vorschriften gebunden und machen, was sie wollen. Es gibt keine Generalprävention - die Maßnahmen müssen immer wieder neu durchdacht werden",

so Hietz.
In seiner bisherigen Karriere hätte es nur ein einziges Unternehmen gegeben, das alle Vorgaben in der Frage der "Cyber-Sicherheit" erfüllt hatte.

"Alle anderen wiesen mehrere Faktoren auf, die sie für einen Angriff lukrativ machen. Hier sind KMUs ebenso betroffen wie größere Unternehmen",

erklärt der Experte.
Im Rahmen des Vortrages stieg Hietz selbst live in das sogenannte Darknet ein und ermöglichte den Anwesenden einen Blick auf jene Unternehmen, die derzeit Opfer eines solchen Angriffs sind.

"Mein Haus kann ich durch eine massive Bauweise und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen gegenüber Einbrechern schützen - im Internet ist das nicht möglich. Die Täter entwickeln sich und ihre Angriffstechnik laufend weiter. Deshalb müssen wir das auch",

meinte der Vortragende.

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Die Vertreter der Raika mit Oliver Hietz (3.v.r.) und WK-Obmann Michael Gitterle. | Foto: Thomas Seelos
Roger Klimek, Vorstand der Raiffeisenbank Oberland-Reutte. | Foto: Thomas Seelos
"Längst auch bei uns ein Thema", WK-Obmann Michael Gitterle. | Foto: Thomas Seelos
Oliver Hietz zeigte den Interessierten die Möglichkeiten gegen "Cybercrime". | Foto: Thomas Seelos
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