Neues Dorfzentrum
Mathon erhält mit Dorfplatz und Widum ein neues Herz

Vertreter von Pfarre und Gemeinde mit den Architekten. | Foto: Elisabeth Zangerl
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  • Vertreter von Pfarre und Gemeinde mit den Architekten.
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Mit einem neuen Ensemble aus Aufbahrungsstube, Widum und Dorfplatz erhält Mathon drei eng miteinander verbundene Orte, die unterschiedliche Facetten des Gemeinschaftslebens aufnehmen: Stille und Abschied, gelebte Zusammenkunft und Begegnung im öffentlichen Raum.
MATHON. Bei hochsommerlichen Temperaturen versammelte sichkürzlich ein Großteil der Mathoner Bevölkerung zur feierlichen Eröffnung. Eingeweiht wurden die neue Aufbahrungsstube St. Josef, das Widum sowie der neu gestaltete Dorfplatz. Den festlichen Rahmen gestalteten die Musikkapelle Ischgl, die Schützenkompanie Ischgl, die Freiwillige Feuerwehr Mathon, der Kirchenchor Mathon und die Kinder der Volksschule Mathon. Neben zahlreichen Einwohnerinnen und Einwohnern nahmen auch Vertreter der Gemeinde, Pfarrgemeinde und Diözese sowie der Bauwirtschaft an der Feier teil. Bürgermeister Werner Kurz eröffnete seine Rede mit den Worten: „Gut Ding braucht Weile“. Gemeint war dabei nicht die Bauzeit selbst, die lediglich ein Jahr betrug, sondern die mehr als zwölfjährige Planungsphase. Die neue Aufbahrungsstube beschrieb er als „Ort der Stille, des Abschieds und des Gedenkens“. Der dazwischenliegende Dorfplatz fungiere als „Ort der Begegnung und das Herz des Ortes“. Im neuen Widum wurde zudem über dem Pfarrbüro ein Raum geschaffen, der den Vereinen von Mathon offensteht und als Treffpunkt für gemeinschaftliches Leben dienen soll.

Raum für einen würdevollen Abschied

Bernhard Speringer, Leiter des Seelsorgeraums Oberes Paznaun, betonte die Bedeutung der neuen Einrichtung.

„Diese neue Aufbahrungsstube wird zu einem würdigen, sakralen und schönen Abschied in warmer Atmosphäre beitragen“,

erklärte er im Rahmen der Segnung. Das Widum bezeichnete er zudem als „wesentlichen Teil geistlicher Infrastruktur“. 
Den Architekturwettbewerb konnten die ARGE Studio Lois rund um Barbara Poberschnigg sowie Architektin Iris Reiter für sich entscheiden. Beide waren bei der Einweihung vor Ort und betonten:

„Uns war wichtig, dass ein Mehrwert für die Bevölkerung entsteht.“

Ihr Konzept unterschied sich von den übrigen Einreichungen vor allem durch die Idee eines zentralen Dorfplatzes zwischen den Gebäuden.

„Mathon ist ein Straßendorf – einen Dorfplatz gab es bisher nicht“,

erklärten sie. Als verbindendes Material wurde Holz gewählt, das beide Baukörper prägt. Das Widum wurde bewusst in Schindeloptik ausgeführt und knüpft damit an das frühere Gebäude an, wodurch eine architektonische Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart entsteht. Die Qualität des Projekts zeigt sich auch in der Nominierung für den Bauherr:innenpreis 2026. Ausgezeichnet werden dabei Projekte, „bei denen die Auftraggeber:innen in intensiver Zusammenarbeit mit den Architekt:innen außergewöhnliche Lösungen ermöglicht und geschaffen haben.“

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