25.07.2017, 12:00 Uhr

"Stille" im Alpinarium Galtür

Ausstellungseröffnung: Alpinairum-GF Anton Mattle, Künstlerin Jessi Pitt und Laudatorin Katharina Seidl (v.l.).

Die im Ötztal lebende australische Künstlerin Jessie Pitt lud zur Ausstellungseröffnung

GALTÜR (otko). Das Alpinarium Galtür zeigt in einer Sonderausstellung mit dem Titel "Stille" bis einschließlich 31. August 2017 die Werke von Jessie Pitt. Vergangenen Freitag wurde die Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet.
"Bei der Ausstellung von Jessie Pitt arbeiten erstmals der Ötztaler Kulturverein Pro Vita Alpina und das Alpinarium zusammen. Natürlich planen wir auch weitere Projekte", bedankte sich Alpinarium-GF Bgm. Anton Mattle für die gute Kooperation.
Als Laudatorin fungierte Katharina Seidl, die als Kuratorin für Renaissance-Kunst am Schloss Ambras in Innsbruck tätig ist: "Ich habe mit die Bilder von Jessie Pitt aus den letzten 15 Jahren angeschaut und es ist sehr spannend. Sie zeigt die Berge aus Licht und Schatten und kreiert sie so neu."
Für die musikalische Umrahmung sorgte die Band "TyRoll" mit ihrer CD „alp“. Die Musiker aus Längefeld singen in der Ötztaler Mundart. Begeistert von den Werken zeigten sich unter anderem Alpinarium-Projektleiter Helmut Pöll, GF Florentine Prantl (Pro Vita Alpina), Obmann Mathias Wolfart (Verein Alpinarium), Künstler Georg Salner, Filmemacher Lutz Maurer ("Land der Berge") sowie Gabriele Rudigier. Im Anschluss lud der Kulturverein Pro Vita Alpina zur Verkostung von regionalen kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Ötztal.

Faszinierende Einblicke

Jessie Pitt lebt und arbeitet in den Bergen zwischen Australien und Österreich. Geboren ist sie in Melbourne und dort hat sie auch ein Kunststudium absolviert. Im Winter arbeitet sie als Skiführerin, im Sommer als Mitarbeiterin des Kulturvereins Pro Vita Alpina und vor allem und immer als Künstlerin, die einen Blick auf die Landschaft möglich macht, der fasziniert. Ihr geht es bei der Malerei nicht um eine Einordnung in die Geschichte des Genres Bergmalerei, um eine Darstellung der gewaltigen Natur im Gegensatz zu Menschen, nicht um eine Dämonisierung und nicht um eine Verherrlichung der Berge. Jessie Pitt versucht in ihrer Betrachtung der Berge Stimmungen einzufangen. Menschen erschaffen Bewusstseinsräume in den Bergen, sie projizieren Ängste, Sehnsüchte, Leidenschaften – Jessies Bilder helfen dabei, sich mit diesen Stimmungen und Bewusstseinsräumen intensiv auseinanderzusetzen und sie in den Bildern zu finden und ein bisschen auch sich selbst zu finden, ebenso, wie natürlich auch die innersten Stimmungen und Spannungen der Künstlerin zu erkennen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.