04.06.2017, 14:20 Uhr

Autobahn: 167-mal sorgten verlorene Gegenstände für Gefahr

ASFINAG: 167-mal sorgten 2016 in Tirol verlorene Gegenstände für Gefahr auf Autobahnen und Schnellstraßen. (Foto: ASFINAG)

Mit „Hallo Leben“ startet die ASFINAG eine neue Initiative für mehr Sicherheit auf Autobahnen und Schnellstraßen.

BEZIRK. Neun von zehn Lenkerinnen und Lenker sagen laut aktueller Umfrage, dass sie sehr „sicherheitsbewusst“ unterwegs sind. Neben der Einhaltung der wichtigsten Regeln hinterm Steuer ist auch die richtige Sicherung von Ladegut enorm wichtig, um andere Lenkerinnen und Lenker nicht zu gefährden. Sehr viele Menschen nehmen das Thema aber nicht ernst oder sind sich der Gefahren nicht bewusst: Allein in Tirol kam es im Vorjahr 167-mal vor, dass Gegenstände auf die Autobahn fielen und dadurch für nachfolgende Lenker zur großen Gefahr wurden.
2016 registrierte die ASFINAG insgesamt mit knapp 1.900 verlorenen Gegenständen auf den Autobahnen und Schnellstraßen ein Plus von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Ladegut auf Dachträgern oder Anhängern gehört professionell gesichert und regelmäßig überprüft“, sagt ASFINAG-Geschäftsführer Stefan Siegele. „Jede Ladung bewegt sich leicht während der Fahrt. Wer in den Fahrpausen die Befestigung prüft und notfalls nachzieht, geht auf Nummer sicher. Für uns ist die sorgfältige Ladegutsicherung eine Frage der Verantwortung den anderen gegenüber: Wer dieser nachkommt, hilft dabei mögliche Unfälle zu vermeiden!“


Gefährliche Situationen

Beinahe jeder Verkehrsteilnehmer hat es schon erlebt: bei der Fahrt sieht man einen Gegenstand auf der Fahrbahn liegen und muss ausweichen. Gefährlich werden diese Situationen dann, wenn es zu kurzfristigen Reaktionen kommt: das Lenkrad wird verrissen – der Fahrer verlässt die sichere Fahrspur schlagartig. Der Verlust von Ladegut kann deswegen gerade auf Autobahnen und Schnellstraßen aufgrund der höheren Geschwindigkeiten gefährlich werden. Und zwar für alle Verkehrsteilnehmer.
Im Jahr 2016 registrierte die ASFINAG knapp 1.900 Ladegutverluste auf Autobahnen und Schnellstraßen. Für die 43 Autobahnmeistereien heißt es dann rasch handeln, um eben Unfälle durch den Abtransport dieser verlorenen Gegenstände zu verhindern. „Jeder Verkehrsteilnehmer ist gesetzlich dazu verpflichtet, für eine geordnete Sicherung von Ladegut zu sorgen. Die Zahlen zeigen jedoch, dass sich nicht jeder daran hält“, so Siegele. Die Hitliste der verlorenen Gegenstände reicht von Teddybären, Teilen von Zeltkonstruktionen oder Fahrrädern bis hin zu Transportkartons.

Von der Couch bis zum Kühlschrank auf der Fahrbahn

2016 registrierten die vier Autobahnmeistereien in Tirol 167 Meldungen von verlorenem Ladegut auf Autobahnen und Schnellstraßen. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den 32 Meldungen aus dem Jahr 2015. Damit ist Tirol im Mittelfeld im Bundesländervergleich zu finden. Mit knapp über 500 registrierten Verlusten von Ladegut ist die Steiermark Spitzenreiter im Ranking in ganz Österreich. Gleich dahinter folgen Salzburg (436), Niederösterreich (253) und Vorarlberg (219). Im Burgenland (24), Kärnten (81) und Oberösterreich (100) sind die Zahlen deutlich geringer.

„Hallo Leben“ – ASFINAG Initiative für mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen

Jetzt läuft die neue ASFINAG Initiative für mehr Verkehrssicherheit auf Autobahnen und Schnellstraßen. „Hallo Leben“ richtet sich an alle Auto fahrenden Österreicherinnen und Österreicher. Denn es sind keineswegs nur notorische Rowdys, sondern auch grundsätzlich vernünftige Lenkerinnen und Lenker, die die wichtigsten Regeln oft missachten und damit sich und andere gefährden. Mehr Informationen zur Initiative sowie zum Gewinnspiel gibt es unter www.halloleben.at
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