11.07.2018, 10:40 Uhr

"Betreuter Arbeitsplatz" im Lantech

"CoWo Lantech": Karlheinz Eckhart, Karin Marth, Siegfried Gohm und Stefan Krismer stellten das Konzept vor.

Im September öffnet der erste Co-Working Space im Bezirk Landeck. 85.000 Euro werden für Infrastruktur und in die Betreuung investiert.

LANDECK (otko). Das Lantech Innovationszentrum wurde mit der Zielsetzung gegründet, um JungunternehmerInnen einen Ort zu schaffen, an dem Geschäftsideen in einen gründerfreundlichen Umfeld umgesetzt werden können. Zahlreiche Unternehmen sind auf diese Weise in den letzten 15 Jahren entstanden. In den letzten Jahren hat sich die Gründerszene allerdings verändert. Speziell für Start-Ups wird im September der erste Co-Working Space im Bezirk Landeck eröffnet.
"Das Lantech ist ein Impulsgeber für den Bezirk. Im Rahmen der Lantech-Impulsakademie haben sich verschiedene Projektgruppen mit Zukunfsthemen befasst. Neben den Themen Digitalisierung, Automatisierung, Innovation und der Schaffung von Arbeitsplätzen für Frauen wurde auch die Einrichtung eines Co-Working Spaces angeregt", erläutert Dr. Siegfried Gohm den Hintergrund. Erfolgreiche Beispiele gibt in unter anderem in Imst, Innsbruck und Wattens.

Flexibles Angebot

Mit der Devise "Gemeinsam statt Einsam" in einem offenen Büro soll dieser CoWo Lantech einen Platz für Start-ups mit einem vollen Service bieten. In einem 155 Quadratmeter großen Büro im 2. Obergeschoss des Lantech können sich Gründer einen Arbeitsplatz ab 250 Euro im Monat anmieten. Das Angebot können aber auch Geschäftsreisende oder andere Unternehmen tageweise flexibel nutzen. Zur Verfügung stehen zwölf Hotdesks mit ultraschnellem Internet, Drucker und Kopierer. Die Besprechungs- und Präsentationsräume sowie die Kaffeeküche werden gemeinsam genutzt.
Ein moderner Co-Working Space braucht neben der reinen Hardware, vor allem eine aktive Betreuung", erklärt Lantech-Geschäftsführer MMag. Stefan Krismer. Aus diesem Grunde wurde mit Unterstützung der Fördergeber Bund, Land und EU und unter der Koordination des Regionalmanagements regioL ein EFRE-Förderprojekt eingereicht. Laut Krismer werden insgesamt 85.000 Euro – davon werden 23.600 Euro gefördert – in die Infrastruktur und Betreuung investiert. Langfristig hofft man dadurch auch neue Mieter für das Lantech zu bekommen.
Eine aktive Betreuung des CoWo Lantech ist vorerst für die Dauer des Förderprojekts bis zum 30. Juni 2020 vorgesehen. Diese wird von Karlheinz Eckhart, dessen Firma IHC selber im Lantech angesiedelt ist, übernommen.


Austausch und Hilfestellung

Es gab im Jahr 2017 im Bezirk Landeck 156 Unternehmensneugründungen (+38 gegenüber 2016). Viele der Start-ups sind im Bereich IT angesiedelt und benötigen zur Unternehmensstart nicht mehr als einen Laptop und ein Handy. "Genau für solche Zielgruppen aus der IT und Kreativbranche soll der CoWo Lantech ein optimaler Ort zum Starten sein. Wichtig ist auch, dass ein soziales Umfeld entsteht und Austausch für wertvolle Tipps und Ideen untereinander stattfindet", betont Eckart. Neben einem wöchentlichen Jour-Fixe werden auch Beratungen und Hilfestellungen für Vernetzungen und Förderungen angeboten. "Die mühsamen ersten Schritte müssen die JungunternehmerInnen zwar selbst machen, aber wir räumen lästige Hürden aus dem Weg. Mit meiner langjährigen unternehmerischen Erfahrung helfe ich auch gerne mit meiner Expertise", so Eckhart. Ein weiterer Schwerpunkt wird auch die Zusammenarbeit mit den Universitäts- (Bachelorstudium) und Bildungseinrichtungen (HAK/HLW) in der Stadt sein.
Begleitend zum CoWo Lantech wird auch die Initiative "Friends of Lantech" gestartet, die von Siegfried Gohm betreut wird. "Wir möchten erfolgreiche UnternehmerInnen einladen das Sponsering oder die Mentorenschaft von Start-ups zu übernehmen. Auf dieser Plattform sollen sie ihre Expertise und Kompetenz zur Verfügung stellen", verrät Gohm.
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