12.07.2018, 09:10 Uhr

NEOS: Chancen für Menschen auf der Flucht

100 Tage: NEOS-Klubobmann Dominik Oberhofer, JUNOS-Tirol Vorsitzender Johannes Tilg und stv. Landtagsklubdirektor Marco Regensburger (v.l.).

Asylwerber sollen das Warten auf einen Bescheid mit einer Lehre sinnvoll nützen. Während der Ausbildung soll es auch keine Abschiebungen geben.

LANDECK (otko). Im Rahmen ihrer Bezirkstour luden die NEOS unter dem Titel "100 Tage im Tiroler Landtag – was werden wir in Landeck bewegen?" vergangenen Montag zu einer Pressekonferenz. "Ich finde es eine tolle Aufgabe und würde dafür sogar etwas zahlen. Unser Ziel war es inhaltlich etwas zu bewegen, wobei wir als Opposition konstruktiv, wertschätzend und in der Sache hart bleiben. Erfreut hat uns, dass die schwarz-grüne Regierung auch ein paar Themen aus unserem Wahlprogramm übernommen hat", bilanziert NEOS-Klubobmann LA Dominik Oberhofer. Hier verweist er auf die Abgabe für Freizeitwohnsitze, die Zweckwidmung des Wohnbaubeitrags sowie die Verankerung des Schülerparlaments in der Landesgesetzgebung.
"Wir haben unsere Landtagsarbeit begonnen und machen es alle nebenberuflich, da wir keine Berufspolitiker sein wollen. 70 Prozent des Klubgeldes geben wir für unsere hervorragenden Mitarbeiter aus und 30 Prozent fließen in die Fortbildung", unterstreicht der Klubobmann.

Treten für Transparenz ein

Mit Marco Regensburger haben die NEOS einen gebürtigen Faggener als stellvertretenden Landtagsklubdirektor installiert. In seiner Funktion hat er die fragwürdige  Landesförderung eines Hotelprojekts einer Billigkette in Umhausen aufgedeckt. "LH Günther Platter hat die Courage gehabt die Förderung wieder zurückzuziehen und damit haben wir dem Steuerzahler rund eine halbe Million Euro erspart. Unser Ziel ist Transparenz und daher haben wir im Landtag einen gemeinsamen Antrag für mehr Transparenz eingebracht", erläutert Regensburger. 
Die NOES wollen auch ein Sprachrohr für die Jugend sein und bei den Jugendthemen sitzt der Landecker Johannes Tilg am Tisch. "Wir haben den Landtagsklub um die ersten zehn Leute auf der Liste erweitert. Die Jugend ist am längsten von den politischen Prozessen betroffen und sich bringe mich für diese Altersgruppe ein", so der JUNOS-Tirol Vorsitzende.

Statt Frustration eine Perspektive

Sauer stößt den NEOS auch die viel kritisierte Geschichte auf, dass Asylwerbern im Bezirk Landeck, die mitten in einer Lehrausbildung stehen die Abschiebung droht – die BEZIRKSBLÄTTER berichteten. Hier soll die Regelung "3plus2" eingeführt werden. Dies bedeutet, dass Asylwerber ihre begonnene Lehre beenden und dann noch mindestens zwei Jahre im Betrieb bleiben dürfen. "Wir müssen die Lehre öffnen und nicht die Leute in Anhaltelager stecken. Damit wäre auch die Wartezeit bis zum Bescheid sinnvoll genutzt. Falls der Asylantrag abgelehnt wird, bringen diese Leute statt Frustration eine Ausbildung samt Perspektive mit in ihre Heimatländer", so Oberhofer. Für Tilg ist eine Win-Win-Situation, ansonsten drohe Gefahr, dass Asylwerber nicht mehr für eine Lehre genommen werden. Da es sich beim Asyl um eine Bundeskompetenz handelt, hat Tilg in dieser Sache auch Kontakt mit dem NOES-NR Sepp Schellhorn aufgenommen.


Landflucht eindämmen

In Sachen leistbares Wohnen setzt sich JUNOS-Tirol Vorsitzender Tilg für eine Freizeitwohnsitzabgabe ein. "Wir haben einen wunderschönen Bezirk und die einheimische Bevölkerung soll profitieren. Wenn ich hier wohnen und arbeiten kann, dann dämmen wir auch die Landflucht ein. Mit dem Breitbandausbau soll auch die Arbeit zu den Menschen gebracht werden", betont Tilg. In diesem Zusammenhang bietet die JUNOS-Academy die Veranstaltung "Meet the Boss" an. Hier können Start-ups-Gründer erfolgreiche Unternehmer kennen lernen.
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