Hitzerisiko steigt
Wolfsberger Apotheken bieten gratis Abkühlung
- In den beiden Filialen der team santé-Apotheke in Wolfsberg kann sich jeder bei angenehmen Temperaturen eine kostenlose Erfrischung sichern.
- Foto: MeinBezirk.at/Kerstin Pussnig
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Immer mehr Hitzetage und längere Hitzewellen wirken sich auf die Gesundheit aus. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und möglichst kühle Plätze sind das Gebot der Stunde. Die beiden team santé-Apotheken in Wolfsberg bieten deshalb eine kostenlose Erfrischung bei gekühlter Raumtemperatur für alle an.
WOLFSBERG. Wer beim Einkaufen oder Spazieren eine Pause von der heißen Sonne braucht, kann in den beiden Apotheken entspannt Platz nehmen und sich mit einem kostenlosen Getränk erfrischen. Das Angebot wurde im vergangenen Jahr gut angenommen und wird deshalb heuer fortgesetzt. "Es bedeutet nur einen minimalen Aufwand für uns. Die Kühlung muss wegen der Medikamente sowieso laufen. Unsere Mitarbeiter sorgen dafür, dass immer frisches Wasser zur Erfrischung bereitsteht", sagt Apothekenleiterin Isolde Lorber im Gespräch mit MeinBezirk.
Folgen der Hitze
"Hitze ist längst nicht mehr nur eine Frage des Wohlbefindens, sondern ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko", warnt die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK). Die hohen Temperaturen setzen den Körper unter Stress. Um sich abzukühlen, wird vermehrt Schweiß produziert. Gesundheitliche Folgen gehen von Kreislaufproblemen über Konzentrationsstörungen, Erschöpfung und Flüssigkeitsmangel bis hin zu Hitzschlag und Dehydrierung.
Gesundheitsrisiko
Allein im Sommer 2024 wurden laut ÖGK österreichweit rund 1.100 hitzebedingte Todesfälle registriert. In ausgeprägten Hitzeperioden würde die Sterblichkeit deutlich über dem langjährigen Durchschnitt liegen. Auch gesunde Menschen können bei körperlicher Anstrengung oder längeren Aufenthalten in der Sonne gesundheitliche Beschwerden entwickeln. "Hitze zählt mittlerweile zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken. Viele Beschwerden und schwere Verläufe lassen sich durch rechtzeitige Vorsorge vermeiden", erklärt ÖGK-Chefarzt Andreas Krauter.
Vorsorge im Alltag
Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das persönliche Risiko deutlich reduzieren:
- ausreichend Wasser trinken - idealerweise, bevor Durst entsteht
- direkte Sonneneinstrahlung in den heißesten Stunden meiden
- körperliche Aktivitäten in die Morgen- oder Abendstunden verlegen
- leichte und wasserreiche Mahlzeiten bevorzugen
- auf ältere oder alleinlebende Menschen besonders achten
- Warnsignale wie Schwindel, Kopfschmerzen oder starke Erschöpfung ernst nehmen
"Man sollte darauf achten, in der heißesten Phase nicht zu aktiv zu sein", weiß Lorber. Und: "Das Wichtigste ist genug zu trinken. Da wir vermehrt schwitzen, sollten wir Elektrolyte zu uns nehmen." Auf die Frage, ob Elektrolyte einzunehmen, denn für jeden Menschen in Hitzephasen empfehlenswert sei, antwortet Lorber: "Ja, ein Mal im Tag ist für jeden empfehlenswert. Je nach Schweißmenge kann man mehrmals pro Tag Elektrolyte zuführen."
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