Infrastruktur-Durchbruch
A1-Anschlussstelle und B139 Umfahrung Haid fix – Bundesverwaltungsgericht gibt grünes Licht

Mit der Errichtung der rund drei Kilometer langen Umfahrung Haid sowie dem Neubau der Anschlussstelle an die A1 West Autobahn und die A25 Welser Autobahn wird der Verkehr neu geordnet. | Foto:  Land OÖ
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  • Mit der Errichtung der rund drei Kilometer langen Umfahrung Haid sowie dem Neubau der Anschlussstelle an die A1 West Autobahn und die A25 Welser Autobahn wird der Verkehr neu geordnet.
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Ein lange diskutiertes Infrastrukturprojekt im oberösterreichischen Zentralraum hat eine entscheidende Hürde genommen: Das Bundesverwaltungsgericht hat den UVP-Bescheid für die Anschlussstelle (AST) Traun bestätigt. Damit ist der Weg für die geplante A1-Anbindung an die B139-Umfahrung Haid frei – ein zentraler Schritt in Richtung Umsetzung.

ANSFELDEN. Nach intensiven Planungen und langwierigen Abstimmungsprozessen wurde nun ein wesentlicher Fortschritt erzielt. Das Bundesverwaltungsgericht verkündete seine Entscheidung zur neuen Anschlussstelle Traun und bestätigte damit die bisherigen Genehmigungen weitgehend.

Die Beschwerden der Bürgerinitiative „Grüngürtel statt Westspange“ gegen die UVP-Genehmigungen wurden – mit geringfügigen Anpassungen einzelner Punkte – abgewiesen. Gleichzeitig wurde das Verfahren rund um die Einsprüche der oberösterreichischen Umweltanwaltschaft eingestellt.

Sind zufrieden: Puckings Ortchef Thomas Altof, Landesrat Günther Steinkellner und Ansfeldens Bürgermeister Christian Partoll. | Foto: Land OÖ/Kauder
  • Sind zufrieden: Puckings Ortchef Thomas Altof, Landesrat Günther Steinkellner und Ansfeldens Bürgermeister Christian Partoll.
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Bereits Ende 2023 lagen die ersten Genehmigungen vor, doch eingebrachte Beschwerden hatten das Projekt deutlich verzögert. Erst im Herbst 2025 wurden die Einsprüche gegen die B139-Umfahrung endgültig zurückgewiesen. Im Verfahren standen vor allem Fragen zu Bodenverbrauch und Flächennutzung im Mittelpunkt.

Verkehrslandesrat Günther Steinkellner sieht in der Entscheidung einen entscheidenden Schritt: Die Rechtssicherheit für eines der wichtigsten Verkehrsprojekte im Zentralraum sei nun gegeben. Ziel sei es, Verkehrsströme neu zu ordnen, Ortskerne zu entlasten und die Standortqualität nachhaltig zu stärken.

Kritik an Verzögerungen und Verkehrsbelastung

Steinkellner übte in diesem Zusammenhang auch Kritik an den Projektgegnern. Durch Einsprüche sei es zu erheblichen Verzögerungen und steigenden Kosten gekommen. Gleichzeitig sei die Verkehrssituation rund um Haid bereits jetzt stark belastet, mit täglichen Staus an zentralen Knotenpunkten. Aus seiner Sicht sei die neue Autobahnanbindung samt Umfahrung dringend notwendig, um die Situation zu entschärfen.

Ausgleichsmaßnahmen fixiert

Im Zuge des Genehmigungsverfahrens wurden auch zusätzliche Umweltmaßnahmen festgelegt. Dazu zählen unter anderem spezielle Rückzugsflächen für Vogelarten wie den Kiebitz. Insgesamt sind rund neun Hektar landwirtschaftlicher Flächen als Ausgleichsraum für
Vögel vorgesehen. Diese Maßnahmen sollen die Eingriffe in Natur und Landschaft abfedern.

Starkes Signal für Ansfelden und Pucking

In der Region wird die Entscheidung überwiegend positiv aufgenommen. Für die Stadt Ansfelden bedeutet sie einen wichtigen Fortschritt nach Jahren intensiver Verhandlungen und Planungen.

Bürgermeister Christian Partoll spricht von einem „Befreiungsschlag“ und einem Projekt von historischer Bedeutung: „Neben der Verkehrsentlastung eröffnet das Vorhaben auch neue städtebauliche Möglichkeiten und verbessert langfristig die Lebensqualität.“

Auch in Pucking wird die Entscheidung begrüßt. Bürgermeister Thomas Altof verweist auf die künftig deutlich höhere Verkehrssicherheit. Die bestehende Infrastruktur sei längst nicht mehr zeitgemäß, die neue Lösung bringe hier dringend notwendige Verbesserungen. Zugleich betont er die Verantwortung der Gemeinden für die gesamte Region sowie die Bedeutung verlässlicher Zusagen – etwa beim Lärmschutz. Die neue Verkehrsanbindung biete zudem Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung.

Baustart ab 2027 geplant

Die nächsten Schritte sind bereits festgelegt: Der Baustart ist für 2027 vorgesehen, die Fertigstellung der neuen Umfahrung samt Anschlussstelle soll bis spätestens 2030 erfolgen.
Für Ansfelden ergeben sich dadurch umfassende Entwicklungsperspektiven – von einer besseren Anbindung durch die geplante Regiotram über die Aufwertung zentraler Standorte wie Haid Center und IKEA bis hin zu einer Neugestaltung des Ortszentrums.

Auch Pucking rechnet mit positiven Effekten: Neben neuen Möglichkeiten für Betriebsansiedlungen soll die verbesserte Infrastruktur den Ausweichverkehr reduzieren und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr stärken.

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Mit der Errichtung der rund drei Kilometer langen Umfahrung Haid sowie dem Neubau der Anschlussstelle an die A1 West Autobahn und die A25 Welser Autobahn wird der Verkehr neu geordnet. | Foto:  Land OÖ
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