"Für den Stau braucht es ein Management"

Für Pendler aus allen Richtungen wird die Fahrt in die Arbeit und wieder heim immer zeitintensiver.
  • Für Pendler aus allen Richtungen wird die Fahrt in die Arbeit und wieder heim immer zeitintensiver.
  • Foto: ssuaphoto/Panthermedia
  • hochgeladen von Stefan Paul Miejski

Stau in Linz. Ein Bild, an das sich viele längst gewohnt haben, der aber für viel Ärger, Frust und auch Kosten sorgt. Der ÖAMTC Oberösterreich hat nun die Park & Ride-Anlagen rund um Linz genau unter die Lupe genommen. "Der Umstieg von Individual- auf öffentlichen Verkehr ist gut, aber nicht realisierbar", sagt ÖAMTC-Landesdirektor Josef Thurnhofer. Bei einem ÖAMTC-Test Anfang Oktober waren 70 Prozent aller Park & Ride-Parkplätze belegt. Nur 1.300 Plätze blieben frei. "Selbst wenn alle verfügbaren Kapazitäten mit einem Fahrzeug belegt wären, würde das den Gesamtverkehr gerade einmal um ein Prozent entlasten", so Thurnhofer. Auf den stark frequentierten Pendlerparkplätzen gibt es zudem keine freien Plätze, was den Umstieg auf Bus oder eine Fahrgemeinschaft unmöglich macht. "Es bringt auch nichts, wenn dann ein Bus kommt, der bereits voll ist", sagt ÖAMTC OÖ-Präsident Karl Pramendorfer. So seien sowohl mehr Park & Ride-Anlagen als auch der Ausbau des öffentlichen Verkehrs notwendig.

Eine Klausur soll helfen

Der ÖAMTC Oberösterreich geht nun in die Offensive und fordert eine nachhaltige Lösung für den Verkehr um und in Linz. "Es muss jemanden geben, der den Verkehr managet", sagt Thurnhofer. Ähnlich wie bei großen Veranstaltungen soll demnach auch der Alltagsverkehr professionell gesteuert werden. Wer diese Funktion übernimmt und wie sie finanziert wird, sollen Land OÖ, Stadt Linz und der Gemeindebund in einer Klausur besprechen. "Jede Gemeinde muss natürlich auch auf das eigene Budget schauen. So kommen wir aber nicht weiter. Dem Bürger ist es egal, wer den Parkplatz finanziert. Es braucht einen neuen Denkansatz für die Finanzierung", sagt Pramendorfer. Dabei soll es sich um einen längerfristigen Plan handeln. "Es muss etwas geben, wo jeder weiß, was in fünf oder zehn Jahren umgesetzt wird", so Pramendorfer. Ansonsten würde sich die Situation nur weiter verschlimmern.

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