Gemeinderat Linz
FPÖ, ÖVP und Linzplus fordern mehr Sauberkeit in der Stadt
- Ein häufiges Bild: Übervolle Mistkübel an stark frequentierten Plätzen, wie hier an der Promenade.
- Foto: MeinBezirk/Archiv
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Gleich drei Gemeinderatsanträge beschäftigen sich in der kommenden Sitzung am 24. September mit dem Thema Sauberkeit: Die Linzer FPÖ fordert eine Erhöhung der Reinigungsintervalle. Die ÖVP schlägt die Anschaffung größerer und modernerer Mistkübel an hochfrequentierten Orten vor. Linzplus will gegen herumliegende Zigarettenstummel vorgehen und schlägt Aschenbecher auf Mistkübeln vor.
LINZ. Die FPÖ-Gemeinderatsfraktion bringt in der kommenden Gemeinderatssitzung einen Antrag für eine umfassende Sauberkeitsoffensive in Linz ein. Ziel ist es, die Reinigungsintervalle zu erhöhen, öffentliche Flächen intensiver zu pflegen und Mistkübel häufiger zu entleeren. Hintergrund sind Einsparungen bei der Stadtreinigung, die im Sommer bekannt wurden. So wurden etwa die Reinigungsintervalle auf der Landstraße reduziert, Mistkübel seltener geleert und Wochenendüberstunden gestrichen.
Sauberkeit geht mit Sicherheitsgefühl einher
FPÖ-Gemeinderätin Patricia Haginger kritisiert diese Maßnahmen scharf: „Saubere Straßen, gepflegte Plätze und regelmäßig entleerte Mistkübel sind keine verzichtbare Zusatzleistung, sondern gehören zu den grundlegenden Aufgaben einer funktionierenden Stadt.“ Haginger betont, dass Sauberkeit nicht nur das Erscheinungsbild der Stadt betreffe, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. „Sichtbare Verschmutzung und Verwahrlosung verstärken das Unsicherheitsgefühl im öffentlichen Raum." Rund um den Volksgarten und die südliche Landstraße etwa seien geringere Reinigungsintervalle "kontraproduktiv“.
ÖVP fordert größere Mistkübel
In einem weiteren Antrag fordert die Linzer ÖVP größere und modernere Mistkübel. "Überfüllte Mülleimer und achtlos weggeworfener Abfall beeinträchtigen den öffentlichen Raum und
verursachen zusätzlichen Reinigungsaufwand", so ÖVP-Gemeinderätin Theresa Ganhör. An stark frequentierten Plätzen wie Haltestellen oder in der Innenstadt sollen neue Mistkübel angeschafft werden, die auch Aschenbecher beinhalten.
- Linzplus-Fraktionsobmann Lorenz Poticnik ärgert sich vor allem über die zahlreichen herumliegenden Zigarettenstummel in der Stadt.
- Foto: Linzplus
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Linzplus: "Linz ist kein Aschenbecher"
„Linz ist kein Aschenbecher", so Linzplus-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik. Er fordert eine bessere Ausstattung der Mistkübel, um Raucherinnen und Rauchern die ordnungsgemäße Entsorgung zu erleichtern. Das Problem liegt laut Potocnik auch an den Mistkübeln selbst. Viele der orangefarbenen Modelle besitzen keinen richtigen Aschenbecher, sondern nur eine Metallfläche zum Ausdrücken der Zigaretten. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Stummel oft daneben landen – auf dem Boden, in Ritzen oder in Grünflächen. Andere Städte wie Wien und Budapest zeigen, dass es besser geht. Dort sind Mistkübel mit eigenen Aschenbechern ausgestattet oder wurden nachgerüstet. „Ein kleiner Aschenbecher am bestehenden Mistkübel würde an vielen Orten schon reichen“, betont Potocnik. In der nächsten Gemeinderatssitzung bringt er deshalb einen entsprechenden Antrag dazu ein.
Linzer Gemeinderat im Live-Stream und im Anschluss als Aufzeichnung HIER.
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