04.11.2016, 18:46 Uhr

Erkältungen bekämpfen: Superfood & die Klassiker

Richtige Ernährung kann bei manchen Krankheiten vorbeugen und heilen. (Foto: Lieres/panthermedia)
BEZIRK (gasc). Hausmittel sind noch längst nicht aus der Mode. Gerade jetzt, wo die Temperaturen wieder sinken, weichen Sandalen den Essigpatscherln und Cocktails diversen Teesorten. "An allen ist natürlich nichts dran, aber die meisten Hausmittel wirken tatsächlich", sagt der Rieder Allgemeinmediziner Christian Richter. Er ist der Meinung: "Ein Wickel aus Schweineschmalz und Zwiebeln, essiggetränkte Socken oder Inhalieren mit Meersalzlösung machen bei einer Erkältung durchaus Sinn." Als Profi-Tipp empfiehlt er, beim Inhalieren noch etwas Eukalyptus-Öl ins Wasser zu geben, das soll die Atemwege zusätzlich frei machen.

Von innen wärmen

Weniger bekannt ist der Einsatz bestimmter Lebensmittel, die im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin eine wärmende Wirkung haben sollen. "Dazu zählt etwa der Ingwertee, auch rote Rüben, Kren und anderes Gemüse, das unter der Erde wächst", so der Mediziner. Eine wichtige Rolle spiele das enthaltene Vitamin C – solange es nicht zerkocht wird. "Vitamin C ist gut für das Immunsystem. Wer eine dickere Brieftasche hat, kann auf Goji-Beeren oder die Acerola-Kirsche zurückgreifen", meint der Arzt, "das ganze klappt aber genauso gut mit Granatäpfeln oder Zitrusfrüchten, wie Orangen, Zitronen und roten Grapefruits." Patienten, bei denen ein Atemwegsinfekt im Anmarsch ist, empfiehlt er außerdem roten Sonnenhut: "Die Arzneipflanze ist gut für die Oberflächenabwehr."
Um Erkältungen vorzubeugen oder entgegenzuwirken, solle man jedoch nicht nur auf den Körper, sondern auch auf seine Umgebung achten. "Im Winter sinkt die Luftfeuchtigkeit", erklärt Christian Richter. Dies trockne die Schleimhäute aus und mache sie anfälliger für Entzündungen. Er rät: "Die Raumluft kann man entweder klimatisch oder aber auch durch bestimmte Zimmerpflanzen anfeuchten." Trotz aller Hausmittel muss man ab einem gewissen Punkt dennoch unbedingt zum Arzt. "Der ist erreicht, wenn man nach zwei Tagen immer noch über 38 Grad Fieber oder anhaltende Schmerzen hat", so Richter, "oder eine Krankmeldung fällig wird."

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