Gerasdorf bei Wien 2026
Finanzielle Trendwende und Investitionen
- Bürgermeister Mag. Dietmar Ruf und Vizebürgermeister Ing. Kaldun Hana präsentieren den neuen Voranschlag 2026.
- Foto: Stadtgemeinde Gerasdorf
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Die Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien stellt die Weichen für das Jahr 2026. Bürgermeistern (FPÖ) Dietmar Ruf und Vizebürgermeister (ÖVP) Kaldun Hana setzen dabei auf gemeinsame Projekte, eine verantwortungsvolle Budgetpolitik und gezielte Investitionen in Bildung, Infrastruktur und soziale Sicherheit. Nach Jahren finanzieller Herausforderungen soll Gerasdorf nachhaltig stabilisiert und zukunftsfit gemacht werden.
BEZIRK MISTELBACH/BEZIRK KORNEUBURG/GERASDORF. Mehrere große Bauvorhaben befinden sich derzeit in Planung oder stehen kurz vor der Umsetzung. In enger Zusammenarbeit von FPÖ und ÖVP wird das Projekt eines neuen Seniorenzentrums in Gerasdorf vorangetrieben. Das Grundstück wurde bereits an die Niederösterreichische Baugenossenschaft vergeben, im Jahr 2026 folgen nun die Detailplanungen sowie intensive Gespräche mit den zuständigen Abteilungen des Landes Niederösterreich.
- Das Geböude Stadtgemeinde Gerasdorf.
- Foto: Stadtgemeinde Gerasdorf
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Auch für junge Menschen wird neuer Wohnraum geschaffen. Die Stadtgemeinde hat ein Grundstück an die NÖ Baugenossenschaft verkauft, die dort bis 2027 insgesamt zwölf Jugendstarterwohnungen errichten wird. Ergänzt wird dies durch weitere städtebauliche Maßnahmen, darunter das geplante Mehrzweckgebäude, das künftig vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für die Bevölkerung bieten soll.
Investitionen in Bildung & Kinderbetreuung
Ein klarer Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit von Ruf und Hana liegt im Bereich Bildung. Der neue Kindergarten Föhrenhain befindet sich aktuell im Architektenwettbewerb, Anfang 2026 ist die Vergabe vorgesehen, anschließend soll der Bau beginnen. Ab September 2027 ist der Vollbetrieb mit vier Gruppen geplant, womit dringend benötigte Betreuungsplätze geschaffen werden.
Auch der Bildungsstandort Gerasdorf wird mit dem Bau des Gymnasiums nachhaltig gestärkt. Der Baustart für das Hauptgebäude ist für April vorgesehen und stellt einen wichtigen Schritt dar, um Schülerinnen und Schülern künftig kurze Wege und moderne Lernbedingungen zu ermöglichen.
Infrastruktur und Klimaschutz
Neben Hochbauprojekten wird sich auch der oft weniger sichtbaren, aber essenziellen Infrastruktur gewidmet. Besonders die Sanierung des Kanalsystems zählt zu den dringend notwendigen Investitionen, um die Funktionsfähigkeit der Stadt langfristig sicherzustellen.
Gleichzeitig wird der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben. Auf den Flächen der ehemaligen Altlastendeponie ist die Errichtung einer großflächigen Photovoltaikanlage geplant. Dieses Projekt, das gemeinsam mit den Energieunternehmen Verbund und WEB umgesetzt werden soll, steht beispielhaft für den Anspruch, Umwelt- und Klimaschutz in Gerasdorf aktiv mitzugestalten.
Soziale Verantwortung als politischer Auftrag
Soziale Themen nehmen in der gemeinsamen Stadtpolitik einen hohen Stellenwert ein. Daher unterstütze die Fraktion weiterhin die von der Volkshilfe betriebene Foodbox sowie den Sozialmarkt in der Frömmlgasse in Wien-Floridsdorf, der auch von vielen Gerasdorferinnen und Gerasdorfern genutzt wird. Auch im Jahr 2026 sind in diesem Bereich laufend kleinere Unterstützungsprojekte geplant, die gezielt dort ansetzen, wo Hilfe gebraucht wird.
Mobilität und öffentlicher Verkehr
Im Bereich des öffentlichen Verkehrs stehen wichtige Entscheidungen an. Mit dem Auslaufen der Ausschreibung Weinviertel West kämpft die Stadtgemeinde gemeinsam, getragen von ÖVP und Vizebürgermeisterin Hana, für eine verbesserte Busanbindung nach Korneuburg. Ziel ist es, die regionale Mobilität zu stärken und den Alltag der Pendlerinnen und Pendler spürbar zu erleichtern.
Belebung von Kultur und Stadtleben
Auch das gesellschaftliche und kulturelle Leben soll weiter an Dynamik gewinnen. Veranstaltungen sollen ausgebaut und neue Formate etabliert werden. So wurde der Weihnachtsmarkt bereits auf zwei Tage verlängert, und ab September 2026 ist die Einführung eines Wochenmarktes vor dem Rathaus geplant. Darüber hinaus wird an zusätzlichen kulturellen Veranstaltungen nach Gerasdorf zu holen und das Stadtleben weiter zu beleben gearbeitet.
Finanzielle Trendwende als oberste Priorität
Die zentrale Priorität für das Jahr 2026 ist die nachhaltige finanzielle Gesundung der Stadtgemeinde. Nach rund zwanzig Jahren finanzieller Schieflage unter SPÖ-Führung wurde eine klare Trendwende eingeleitet. Statt eines beträchtlichen Abgangs weist der Voranschlag 2026 erstmals wieder einen deutlichen Überschuss aus.
In der Gemeinderatssitzung vom 9. Dezember 2025 wurde der Voranschlag 2026 mit der Mehrheit von ÖVP und FPÖ beschlossen. Bürgermeister Dietmar Ruf betont, dass der Fokus auf einer kritischen Durchleuchtung aller Ausgaben, Einsparungen in der eigenen Verwaltung und dem Aufbau moderner Strukturen gelegen sei. ÖVP-Finanzstadtrat Thomas Puchter unterstreicht, dass durch eine genaue Analyse aller Einnahmen und Ausgaben sowie durch organisatorische Optimierungen erstmals wieder ein positives Nettoergebnis erzielt werden konnte. Vizebürgermeisterin Kaldun Hana hebt hervor, dass dieser Beschluss den eingeschlagenen Kurs bestätigt, die Finanzen nachhaltig zu stabilisieren und Gerasdorf wieder auf ein solides Fundament zu stellen.
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