Nationalratswahl 2019
Neos fordern Ausbau und Rechtsanspruch in der Kinderbetreuung

Kinderbetreuung ist für die Neos ein wesentliches Wahlkampfthema.
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Niederösterreich hinkt nach, geht es um die Betreuungseinrichtungen für unsere Klein(st)en.

NÖ/WOLKERSDORF. Daniela Gschwindl, Listenerste der Neos im Weinviertel ist selbst Elementarpädagogin und Mutter. Das Thema Bildung liegt der vierfachen Mutter besonders am Herzen.

Daniela Gschwindl

"Zahlreiche Familien in meinem Umfeld klagen über die veralteten Rahmenbedingungen in den niederösterreichischen Bildungseinrichtungen", klagt Gschwindl. Sie prangert die zeitliche Diskrepanz zwischen dem Ende der arbeitsrechtlichen Karenzeit (2 Jahre) und dem frühest möglichen Eintritt des Kindes in den Kindergarten in Niederösterreich (ab 2,5 Jahren) an.

"Es ist für Eltern in einer modernen Gesellschaft unzumutbar, dass ihnen der Wiedereinstieg in den Job unnötig schwer gemacht wird."

Nachholbedarf

Großen Nachholbedarf bei Kinderbetreuungseinrichtungen sieht auch Neos-Landessprecherin Indra Collini außerhalb des Speckgürtels. „Im Most-, Wald- oder im Weinviertel sind berufstätige Eltern bei der Betreuung von Kindern nach wie vor auf den guten Willen ihrer Familien angewiesen. Niederösterreich liegt sowohl bei den Schließtagen in Kindergärten, als auch bei jenen in Krippen oder Horten weit über dem Österreich-Schnitt. Hier ist die Politik seit Jahren säumig“, betont Collini.

 Indra Collini

Kindergärten, Kinderkrippen oder Horte in Niederösterreich haben um fast eine Woche länger zu als im Österreich-Schnitt – für berufstätige Eltern sei das laut Collini eine unzumutbare Situation.

Rechtssicherheit

Sie fordert nicht nur einen Ausbau qualitativ hochwertiger Plätze, sondern auch einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr. „Ebenso ist mir wichtig, dass niederösterreichweit gültige Mindestöffnungszeiten eingeführt werden. Es ist nicht einzusehen, warum Eltern aus dem Waldviertel wesentlich schlechter gestellt werden als Eltern, die im Umkreis der Bundeshauptstadt wohnen.“

Laut der Fraktionsobfrau der Neos müssten Betreuungsstätten außerdem als erste Bildungseinrichtungen verstanden werden, die gerade Kindern aus sozial benachteiligten Schichten mehr Chancengerechtigkeit ermöglichen. Möglichkeiten, dies zu finanzieren, gebe es reichlich. „Wir haben in den letzten eineinhalb Jahren mehrfach Einsparmöglichkeiten in der Verwaltung oder beim Gießkannen-Fördersystem in Niederösterreich aufgezeigt. Es ist möglich, entsprechende Angebote zu schaffen. Bislang scheitert es einzig am Willen der alten Politik im Land“, so Collini abschließend.

Autor:

Karina Seidl-Deubner aus Mistelbach

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