Neumarkt feierte Europa
Friedensmedaille und Europafest gefeiert
- Friedensmedaille von EYFON, v.l. Johannes Hahn, Christoph Leitl, Benita Ferrero-Waldner, Bgm. Josef Maier und Bgm. Thomas Kalcher.
- Foto: Anita Galler
- hochgeladen von Anita Galler
Die Holzwelt Murau, EYFON (European Youth Forum Neumarkt) und die Marktgemeinde Neumarkt in der Steiermark luden anlässlich des Jubiläumsjahres der 30-jährigen Mitgliedschaft Österreichs in der EU vor Kurzem zum Europafest auf der Europaburg Neumarkt.
NEUMARKT. Mit einem Festakt im Marktgemeindeamt Neumarkt wurden am Freitagvormittag von EYFON, dem europäischen Jugendforum, an die früheren EU-Kommissare Benita Ferrero-Waldner und Johannes Hahn für ihren Einsatz für Frieden und Freiheit die Europa-Friedensmedaille verliehen. Die Laudatio für die neuen Friedensmedaillenträger hielt der Präsident der Stiftung, Christoph Leitl. „Die Europa-Friedensmedaille gilt als Symbol für den Frieden, der von hier aus in die Welt wirken soll. Umso mehr in herausfordernden Zeiten, in denen Frieden in Freiheit, Demokratie und Menschenrechte vielerorts herausgefordert werden. Die Jubiläen dieses Jahres haben uns dazu veranlasst unser jährliches Kastanienfest gemeinsam mit der Holzwelt Murau und der Marktgemeinde Neumarkt auszurichten und unter das gemeinsame Thema ‚Zukunft Europa‘ zu stellen“, so Leitl. Der ehemalige EU-Kommissar und Bundesminister Johannes Hahn wurde für die Vermittlung einer Europa-Perspektive für die Länder des Westbalkans ausgezeichnet, die friedensstiftend und stabilisierend für diese sehr sensible Region ist. Zudem hat er vor kurzem den wichtigen EU-Auftrag einer Friedensvermittlung für das geteilte Zypern erhalten.
Jugend an der Reihe
In ihren Dankesworten betonte Ferrero-Waldner, dass Europa in Krisenzeiten immer stärker geworden ist und nun die Jugend am Zusammenhalt und Frieden arbeiten müsse. Johannes Hahn erinnerte in seiner Adresse an die ersten Bestrebungen Österreichs vor 40 Jahren, der EWG beizutreten, und richtete einen Appell an die Jugend, voranzuschreiten, Initiativen zu ergreifen und für Frieden und Freiheit einzutreten. Der Einladung zur Feierstunde folgten an die 100 geladenen Gäste, die in dieser Woche auf der Europaburg in Neumarkt ihre Ideen für eine nachhaltige Umwelt und die Zukunft Europas in Frieden und Freiheit entwickelt haben.
Ausgezeichnet mit der Europa-Friedensmedaille wurden bisher der emeritierte Linzer Diözesanbischof Maximilian Aichern, der vormalige steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der VIG, Günter Geyer.
Europa gefeiert
Am Nachmittag wurde auf der Europaburg das erste Europafest von EYFON zum Abschluss der diesjährigen Veranstaltungen im Geiste eines vereinten Europas mit vielen Jugendlichen aus einigen Ländern gefeiert. Unter den Ehrengästen waren auch die beiden neuen Friedensmedaillenträger Benita Ferrero-Waldner und Johannes Hahn, die damit eine hochkarätige Liste anführten. In den Ansprachen der Gäste wurde vor allem auf die drei Jubiläen Österreichs im auslaufenden Jahr 2025 hingewiesen: 80 Jahre Kriegsende, 70 Jahre Staatsvertrag und 30 Jahre EU-Mitgliedschaft. Vor allem die Bedeutung der EU-Mitgliedschaft wurde als Friedensprojekt und Beitrag zum Wohlstand in Österreich und darüber hinaus betont. Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom wünschte sich von der EU nicht zu sehr in klein-klein zu versteifen, sondern die großen Themen rascher und effizient anzupacken.
Obmann der Holzwelt Murau und Bürgermeister der Stadtgemeinde Murau Thomas Kalcher hob die Bedeutung der EU in den Fokus: „Durch die EU-Mitgliedschaft erhält die Region Murau jährlich rund 25 Mio. Euro aus dem Fonds für ländliche Entwicklung. Das meiste Geld fließt als Ausgleichszahlungen und für Umweltprogramme in die Land- und Forstwirtschaft und zwei Prozent davon in LEADER. Dadurch generiert die Holzwelt Murau 1 Mio. Euro Wertschöpfung in der Region. In den letzten 30 Jahren konnten so rund 300 Projekte im Bezirk Murau umgesetzt werden. Das Europafest soll den Menschen in der Region die Möglichkeit bieten, das auch zu spüren.“
Die Musikvereine Mariahof und Neumarkt spielten gemeinsam ihre Beiträge, weiters wirkten die Jagdhornbläsergruppe „Dianas Hornklang“, die jungen Schuhplattler aus Kulm, Schüler der Mittelschule Neumarkt, die Grazluppas und das Stadttheater Murau mit Beiträgen mit.
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